Diskussion um "Olivia-Jones-Platz": Entscheidung vorerst gefallen

Von Maurice Dirker

Springe - Die Stadt Springe in Niedersachsen bekommt vorerst keinen Olivia-Jones-Platz. Der Ortsrat vertagte seine Entscheidung darüber am Mittwochabend, wie Bürgermeister Christian Springfeld (49, parteilos) bestätigte.

Olivia Jones (56) sah in der Geste ein historisch beispielloses Zeichen der Vielfalt. (Archivbild)  © Georg Wendt/dpa

"Ob und wann ein neuer Ortsrat nach der Kommunalwahl das Thema wieder aufgreift, steht in den Sternen."

Der Bürgermeister hatte sich für die Umbenennung eines bisher namenlosen Platzes vor dem Alten Rathaus starkgemacht. Er wollte damit die aus der Stadt stammende Dragqueen würdigen und Sichtbarkeit für sexuelle Minderheiten schaffen. Olivia Jones (56) ist die Kunstfigur des Travestiekünstlers Oliver Knöbel.

Meist wird Jones mit Hamburg in Verbindung gebracht, wo sie lebt und mehrere Lokale auf der Reeperbahn betreibt. Jones ist zudem Ehrenbotschafterin der Stadt Springe im Südwesten von Hannover.

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Einen Tag vor der Abstimmung hatte Jones sich erstmals zu der möglichen Umbenennung geäußert. In einem offenen Brief schrieb sie von einer einmaligen "Gelegenheit, ein wahrscheinlich weltweit historisch beispielloses Zeichen für Vielfalt zu setzen". Sie hatte zudem den alternativen Namen "Olivia-Jones-Platz der Vielfalt" als Kompromiss ins Spiel gebracht.

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"Ich hoffe nur, aufgeschoben ist nicht aufgehoben", sagte Jones nun nach der vertagten Abstimmung in einer Stellungnahme. Bürgermeister Springfeld sagte: "Die Entscheidung, nicht zu entscheiden, ist möglich, aber sinnlos. Ich muss sie respektieren, aber nicht gut finden."

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