Peri Baumeister über Hass im Netz: "Fiel mir schwer, das Handy zur Seite zu legen"

Berlin - Beleidigungen, Hasskommentare, Drohungen - ein Shitstorm kann jeden treffen, selbst Schauspielerin Peri Baumeister (40). Jetzt spricht sie offen darüber, wie sie heute mit solchen Angriffen umgehen würde und wie sie ihre Tochter schützen will.

Mittlerweile weiß Peri Baumeister (40), wie sie mit Hass im Netz umgehen würde.  © Christophe Gateau/dpa

"Die Psyche macht keinen Unterschied, ob Gewalt körperlich ist oder digital", erklärt die 40-Jährige im Gespräch mit teleschau.

Auch sie habe schon mehrfach Erfahrungen mit Gewalt im Netz gemacht. Sie erinnert sich an eine Zeit, in der ihr Handy kaputt war. Als es wieder funktionierte und sie sich bei ihren Social-Media-Konten einloggte, fand sie unzählige Hassnachrichten. Ihr Telefon konnte sie danach nur noch schwer zur Seite legen.

Dennoch wisse sie, dass das Ziel der Angreifer darin besteht, andere mundtot zu machen und zu zerstören.

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Heute würde der TV-Star anders darauf reagieren: "Ich würde alles dokumentieren, mich beraten lassen, Anzeige erstatten. Es gibt Wege, zu verhindern, dass sich die eigene Adresse von anderen herausfinden lässt."

Damals habe die Schauspielerin nicht gewusst, dass es Hilfsorganisationen gibt, die sich für Menschenrechte im digitalen Raum einsetzen. "Man kann sich Hilfe holen. Solidarität ist wichtig. Das würde ich jedem raten", so Baumeister.

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Peri Baumeister möchte Kinder besser auf das Internet vorbereiten

Im ZDF-Thriller "Eine bessere Welt" spielt Peri Baumeister eine Wissenschaftlerin, die einer massiven Hasswelle ausgesetzt ist.  © Julia Feldhagen/ZDF/dpa

"Wir müssen unsere Kinder besser schützen, vor allem vor Cybermobbing und Hatespeech. Australien ist mit seinem Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige ein guter Vorreiter", so die Schauspielerin.

Gerade an Schulen trage man eine besonders große Verantwortung. "Digitale Ethik sollte in jeder Schule auf dem Lehrplan stehen, um unsere Kinder besser auf das Internet vorzubereiten [...]. Ich denke, es liegt noch viel Arbeit vor uns", erklärt die 40-Jährige.

Zu Hause hat sie feste Regeln für die Handynutzung. "Dazu gehören handyfreie Zeiten, auch zum Beispiel bei allen Mahlzeiten und nach der Schule", betont die "Liebesdings"-Bekanntheit.

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Hass im Netz thematisiert auch ihr neuer ZDF-Thriller "Eine bessere Welt" (Montag, 23. März, 20.15 Uhr). In der Rolle der Wissenschaftlerin Elena sorgt sie in einer Talkshow mit ihren Aussagen zum Umweltschutz für Aufsehen. Kurz darauf bricht eine massive Hasswelle über sie herein, die droht, ihr Leben und das ihrer Familie komplett zu erschüttern.

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