Nach Nazi-Gegröle und Hitlergruß-Skandal auf Sylt: Jetzt meldet sich Finch zu Wort

Berlin - Nach dem unfassbaren Vorfall mit rassistischem Gegröle vor dem Nobellokal "Pony" in Kampen auf Sylt hat Rapper Finch (34) Stellung bezogen.

Rapper Finch (34) verurteilt Rassismus.
Rapper Finch (34) verurteilt Rassismus.  © Screenshot/Instagram/finch

"Wie? Nicht Ostdeutschland? Aber Rassismus gibt's doch nur im Osten?", leitete der Musiker konfrontativ sein Statement in einer aktuellen Instagram-Story ein.

Im selbem Atemzug machte der selbst ernannte deutsche Hasselhoff energisch seinen Standpunkt klar und haute ein deutliches "Nein!" raus.

Hierzu stellte der gebürtige Brandenburger und Wahlberliner seine Sicht der Dinge klar, indem er gegen dieses Vorurteil setzte: "Rassismus ist ein strukturelles Problem. Wir sehen hier meiner Meinung nach reiche, weiße Wohlstand-Kiddies. Also nicht die Leute, von denen man es eigentlich 'erwartet'."

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Finch appellierte abschließend eindringlich an alle, die seine Botschaft lesen, mit den Worten: "Lasst aufhören, uns gegenseitig zu bekämpfen, und anfangen, gemeinsam gegen solchen Dreck vorzugehen."

Der Vorfall an Pfingsten auf der deutschen Ferieninsel hatte bundesweit für Negativschlagzeilen gesorgt und eine Welle der Empörung und des Entsetzens ausgelöst. Eine Frau hatte in den sozialen Medien einen kurzen Clip veröffentlicht, der junge, klischeehafte und offenbar gut betuchte Sylter Partygäste zeigt, die zu den Klängen des 1999 erstmalig erschienen Party-Hits "L'Amour Toujours" von Gigi D'Agostino (56) "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen" schmettern.

"L'Amour Toujours" nicht nur von Urlaubern auf Sylt als Hass-Hymne entfremdet

Ein Mann (r.) hebt in Kampen auf Sylt den Arm zum verbotenen Hitlergruß, während andere dazu rechtsradikale Parolen grölen.
Ein Mann (r.) hebt in Kampen auf Sylt den Arm zum verbotenen Hitlergruß, während andere dazu rechtsradikale Parolen grölen.  © Screenshot/Instagram/sawsanchebli (Bildmontage)

Dabei scheint ein Mann mit zwei Fingern auf der Oberlippe einen Hitlerbart anzudeuten, während er den rechten Arm zum verbotenen Hitlergruß in die Luft reckt und diesen im Takt wippt.

Indes distanzierte sich das etablierte Lokal "Pony" von dem rechtsradikalen Eklat. "Wir sind zutiefst schockiert und distanzieren uns von Rassismus und Diskriminierung. Bei uns ist jeder Gast, unabhängig von der Ethnie, herzlich willkommen", teilten die Betreiber in einer Instagram-Story mit.

Zudem prüft die Polizei nach eigenen Angaben das Video auf strafrechtliche Inhalte. Das Fachkommissariats für Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Kennzeichen auf.

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Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Seit Monaten wird der Song "L'Amour Toujours" immer wieder von Rechtsextremen in Diskotheken und Clubs gekapert. Den Instrumentalteil des eigentlich harmlosen Hits missbrauchen sie dabei und skandieren die Parole "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus".

Titelfoto: Screenshot/Instagram/finch, sawsanchebli (Bildmontage)

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