München/Berlin - Unternehmer Carsten Maschmeyer (67) hat bei der ARD-Talksendung "Maischberger" am Dienstagabend gegen Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) ausgeteilt.
Mit der Knallhart-Aussage: "Merz hat es voll vergeigt", begann der "Höhle der Löwen"-Investor seine mehr als deutliche Abrechnung mit dem Union-Kanzler. Da musste selbst Moderatorin Sandra Maischberger (60) ungläubig schnauben.
Doch das war erst der Anfang!
"Er muss weg. Er muss zurücktreten. Der Kapitän auf diesem Schiff hat völlig versagt", legte er nach.
Dann erhob der 67-Jährige schwere Vorwürfe gegen Merz. "Es zeigt sich jetzt, er wollte aus einem falschen Grund Kanzler werden: Ego! Und Merkel zeigen, ich bin jetzt Kanzler", so Maschmeyer.
Es sei Merz nie darum gegangen, den Menschen in Deutschland zu helfen oder das Land voranzubringen, sondern nur um sein Ego.
Maschmeyer weiter: "Er nimmt die Menschen nicht emotional mit. Er ist unnahbar, belehrend, ein Besserwisser." Zudem würden "alle, die mit ihm zu tun haben" sagen, dass Merz "arrogant" sei.
"Er muss zurücktreten! Und er wird dazu auch gezwungen. Das Schiff hat er falsch gesteuert. Er muss von der Kommandobrücke runter", machte der Investor zum Schluss der Abrechnung mit dem Kanzler nochmal deutlich.
Markus Söder gegen AfD-Verbot: "Dann muss man halt mehr in die Zweikämpfe gehen"
Als mögliche Nachfolger nannte Maschmeyer Hendrik Wüst (51), Daniel Günther (53) und Markus Söder (59). Letzterer war selbst bei "Maischberger" am Dienstagabend zu Gast. Der CSU-Chef sprach sich dort klar gegen ein AfD-Verbot aus, forderte aber gleichzeitig eine deutlich härtere Gangart.
"Da müsste man ein wenig griffiger, kompakter und klarer werden und nicht jedes Mal ängstlich schauen und ein Verbot fordern", so Söder.
Das Konzept der Brandmauer sei gescheitert, sagte er mit Blick auf den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt. "Im Fußball würde man sagen: Dann muss man halt mehr in die Zweikämpfe gehen."
Die Idee, einem von der AfD regierten Land Sachsen-Anhalt den Geldhahn zuzudrehen, indem man ihm die Mittel aus dem Länderfinanzausgleich streicht, bezeichnete Söder als "absurd".