Sarah Engels bekommt Schwangerschafts-Glückwünsche - und findet das gar nicht lustig
Köln - "Ich muss etwas loswerden, das mir auf dem Herzen liegt" - mit diesen Worten leitet Sarah Engels (33) aus ihrem Traumurlaub auf der Karibikinsel Aruba ein sensibles Thema ein, das ihr unter den Nägeln brennt.
Sie habe in den vergangenen Tagen viele Nachrichten wegen eines Fotos erhalten, das sie zuletzt in den sozialen Medien geteilt hatte, berichtet die ESC-Finalistin in ihrer Instagram-Story.
Darin sei sie mehrfach gefragt worden, ob sie schwanger sei. Sogar Glückwünsche habe sie bekommen - und das, obwohl sie keinesfalls in anderen Umständen sei.
Für die Sängerin sind solche Nachrichten, auch wenn sie freundlich gemeint sein sollten, ein Unding. "Ich finde es traurig, wie schnell Frauenkörper immer direkt gescannt und bewertet werden", schreibt sie und ergänzt in ihrem Video: "Mein Körper ist nicht jeden Tag gleich und er sieht auch nicht jeden Tag gleich aus, obwohl genau gleiche Person da drin steckt."
Sie wünsche sich daher sehr, dass die Menschen im Internet "mit manchen Aussagen ein bisschen vorsichtiger sind, weil ich glaube, dass es vielen Frauen so geht und auch viele Frauen sich dadurch sehr verletzt fühlen".
ESC-Finalistin Sarah Engels wirbt in Instagram-Story für mehr Mitgefühl untereinander
Zumal man als außenstehende Person auch gar nicht wissen würde, in welcher Situation sich das Gegenüber überhaupt befinden würde. "Man weiß ja nie, was ein Mensch gerade erlebt, worauf er vielleicht hofft oder womit er kämpft", fordert die 33-Jährige mehr Verständnis von ihrer Community.
Sie selbst könne zwar gut mit solchen Kommentaren umgehen, meint Engels. Trotzdem wirbt sie für ein positiveres Körpergefühl und mehr Mitgefühl für andere Menschen: "Vielleicht sollten wir uns viel öfter daran erinnern, dass ein Körper kein Bild ist, das jeden Tag gleich aussehen muss. Er trägt uns durch so vieles."
Titelfoto: Bildmontage: Thomas Banneyer/dpa, Instagram/sarellax3 (Screenshot)
