Tante und Cousine brutal ermordet: Stefan Mross erinnert sich an Familientragödie
Salzburg/Traunstein - Stefan Mross (50) ist für viele der gut gelaunte "Immer wieder sonntags"-Moderator. Doch privat musste er schwere Schicksalsschläge verkraften - darunter einen Mord in seiner eigenen Familie.
Im Interview mit "RTL" sprach Mross über den gewaltsamen Tod seiner Tante und Cousine im Jahr 2021.
Beide Frauen wurden in ihrem Haus in Salzburg erschossen. Der Täter ist der Ex-Partner der Cousine von Stefan Mross. Er traf seine ehemalige Partnerin und deren Mutter mit insgesamt zehn Schüssen kurz vor Mitternacht. Der Schütze wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.
"Eine ganz schlimme Zeit", erinnert sich Stefan Mross. Besonders schwer habe seine Mutter unter dem plötzlichen Verlust ihrer Schwester und ihrer Nichte gelitten. Sie habe davon "bestimmt einen Knacks" davongetragen. Stefanie Mross starb am 20. August 2025.
Mit seiner Tat habe der Schütze "eine ganze Familie zerstört", so der Moderator. "Das tut mir am meisten weh!"
Doch statt den Täter zu verurteilen oder Hass zu empfinden, versucht Mross, mit dem Geschehen seinen Frieden zu finden. Kein böses Wort verliert er deshalb über den Mörder.
"Ich wünsche dem Typen trotzdem das Beste", überrascht der "Immer wieder sonntags"-Moderator mit ruhiger Stimme. Seinetwegen könne der Mann sogar "jeden Tag ein Schnitzel mit Pommes" hinter Gittern bekommen.
Täter zeigte sich vor Gericht voller Reue
Die Todesstrafe, wie sie etwa in den USA noch praktiziert wird, lehnt Mross ab. Seine Forderung ist deutlich nüchterner: "Der soll einfach weggesperrt werden." Viel mehr möchte der Entertainer zu dem grausamen Doppelmord nicht sagen.
Im Juli 2022 wurde Täter Gottfried O. wegen des Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Prozess hatte er die Tat gestanden. Nach dem Urteil zeigte er sich reumütig und stammelte: "Mir tut's sehr, sehr leid, alles. Schrecklich."
Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigte ihm eine narzisstisch-sadistische Persönlichkeitsstörung. Zeugen schilderten ihn zudem als gefährlichen Stalker.
Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa
