Udo Lindenberg warnt vor der AfD: "Wer Deutschland wirklich liebt ..."

Hamburg - Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag hat Panikrocker Udo Lindenberg (80) vor der AfD gewarnt und zur wohlüberlegten Wahl aufgerufen.

Udo Lindenberg (80) hat das Wahlprogramm der AfD genauer unter die Lupe genommen.  © Bernd Weißbrod/dpa

Der Musiker könne verstehen, dass die Leute die Schnauze voll haben "von Parteien, die seit Jahren erzählen, dass alles besser wird". "Dabei wird nur alles teurer, Krieg und Krisen überall, und auf nix ist Verlass", so Lindenberg in einem Instagram-Post am Donnerstag.

Deshalb sei es umso wichtiger, genau zu checken, wo man sein Kreuz setzt. "Nimm die Sonnenbrille ab und schau dir genau an, was dir versprochen wird: nicht das Plakat, den Spruch, den Wut-Button - sondern das Programm. Weil da steht oft was ganz anderes als auf der Verpackung!", schreibt der Künstler.

Damit meint der Hamburger wohl in erster Linie das Wahlprogramm der AfD, auf das er dann auch genauer eingeht und Punkte wie Steuersenkungen, Grenzschließungen, den Austritt aus der EU und Klimaschutz genauer unter die Lupe nimmt.

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Auch den Begriff "Remigration" greift der 80-Jährige auf.

"Abgesehen von dieser rassistischen, menschenverachtenden Hetze wissen wir doch auch alle, wie dringend wir noch viel mehr Fachkräfte aus dem Ausland brauchen, nicht nur in Wissenschaft und Industrie, auch Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal, damit unser Sozialsystem nicht kollabiert", führt Lindenberg auf.

Der Appell des Musikers: "Wer Deutschland wirklich liebt, wählt Schwarz-Rot-Gold, Gelb oder Grün oder Lila, aber definitiv nicht Blau."

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Udo Lindenberg empfiehlt die Lektüre der Wahlprogramme

Udo Lindenberg rät dazu, Wut nicht als Wahlprogramm zu verstehen

Udo Lindenbergs Rat: vor der Wahl die Sonnenbrille absetzen und genau auf das Wahlprogramm gucken.  © Christoph Reichwein/dpa

Man dürfe die Regierung verfluchen und radikale Veränderungen fordern, Wut sei aber noch lange kein Wahlprogramm.

"Also wenn dir jemand erzählt: 'Mit der AfD wird alles besser', frag ihn besser mal: 'Für wen?'", rät der Rocker.

Auf die Frage gebe es nach seiner Einschätzung die Antwort: "Vermutlich nicht für dich. Und schon gar nicht für unser schönes Land und unsere hart erkämpfte Demokratie, unsere Verfassung, die unsere Würde und Freiheit sichert, auch die Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Kunstfreiheit."

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