Unternehmen hat gerade erst Hunderte neue Mitarbeiter eingestellt und schmeißt sie jetzt wieder raus

Stockholm - Als nächste große Firma aus der Tech-Branche greift der Musikstreaming-Marktführer Spotify zu Entlassungen. Rund sechs Prozent der Mitarbeiter sollen gehen, wie Gründer und Chef Daniel Ek (39) am Montag ankündigte.

Spotify-Chef Daniel Ek (39) kündigte Hunderte Entlassungen an.
Spotify-Chef Daniel Ek (39) kündigte Hunderte Entlassungen an.  © Fotomontage: dpa/Fernando Gutierrez-Juarez, AFP/Mike Coppola

Damit dürften rund 600 Jobs betroffen sein: Zum vergangenen Stichtag 30. September hatte das schwedische Unternehmen gut 9800 Vollzeitstellen.

Ek verwies darauf, dass Spotify effizienter werden müsse. Er habe - wie auch andere - gehofft, dass der geschäftliche Rückenwind aus der Corona-Pandemie andauern würde.

"Rückblickend war ich zu ambitioniert bei Investitionen, die unser Umsatzwachstum überholten", schrieb Ek in einer E-Mail an die Mitarbeiter. "Ich übernehme die volle Verantwortung für die Schritte, die uns hierher gebracht haben." Spotify plant mit Kosten zwischen 35 und 45 Millionen Euro für Abfindungen.

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Spotify hatte nach dem Schub für das Geschäft in der Corona-Pandemie die Belegschaft rapide ausgebaut. So stieg die Mitarbeiterzahl in den zwölf Monaten bis Ende September 2022 mit über 2400 zusätzlichen Jobs um mehr als 30 Prozent.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten mehrere Schwergewichte aus der Tech-Branche bereits Entlassungen angekündigt. Erst diese Woche hatte Microsoft die Streichung von 10.000 Stellen angekündigt. Google strich 12.000 Stellen. Davor gab Amazon den Abbau von 18.000 Jobs bekannt und der Facebook-Konzern Meta kappte bereits im November 11.000 Stellen.

Auch sie hatten die Belegschaften in den vergangenen beiden Jahren stark aufgestockt - und werden nach dem Abbau immer noch mehr Mitarbeiter haben als vor der Pandemie.

Titelfoto: Fotomontage: dpa/Fernando Gutierrez-Juarez, AFP/Mike Coppola

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