Berlin - Hot, hotter, KitKat! Der sexpositive Club in Berlin ist DER Ort für Freizügigkeit, Ekstase und Hingabe. Jetzt gewährt eine ARD-Doku intime Einblicke in Räumlichkeiten, die für Kameras eigentlich tabu sind.
ACHTUNG, TEILWEISE SEXUELLER INHALT!
Roger ist seit zehn Jahren Türsteher in dem Laden, in den sogar ausländische Gäste extra angereist kommen. Aber woran entscheidet er, wer reinkommt und wer nicht?
"Wir sprechen mit ihnen und versuchen in kurzer Zeit herauszufinden, was für eine Persönlichkeit sie haben und was sie vom Club erwarten. Wir fragen, ob sie eine Vorstellung haben, was sie erwartet oder was sie dort machen wollen", so der Niederländer in der neuen ARD-Doku "One Night at Kitkat".
Er steht dazu, sicher nicht immer die richtige Entscheidung zu treffen. "Aber meistens liegen wir richtig."
Beim an der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Straße gelegenen "Kitty" handelt es sich um eine riesige Spielweise, die nicht zu dunkel gehalten ist, in der jeder willkommen ist und sich frei ausleben kann. Ob auf dem Dancefloor, bei einem Drink an der Bar oder bei sexuellen Kontakten mit Fremden.
"One Night at KitKat" (ARD): "Wir sind kein Swingerladen, aber man kann machen, was man will"
Sebastian Petrungaro legt als DJ im Club auf. "Ich bin schon immer ein sehr sexueller Mensch gewesen und bin auch mit dieser Erwartungshaltung reingegangen", sagt der nebenberufliche Pornodarsteller ehrlich.
Sein erstes Erlebnis? "Am Mainfloor ist ein Bett, wo viele Leute vorbeilaufen können. Ich hatte da über eine Stunde lang auf dem Präsentierteller Sex. Da standen drei, vier Leute um mich herum, die sich einen runtergeholt haben - das war für mich wie ein Orden."
Gegründet wurde das KitKat 1994 von Simon Thaur (66) und Kirsten Krüger. Entstanden ist das Konzept aus privaten Vorlieben und eigener Spielfreude. "Wir haben geguckt, wie weit man gehen kann. Kirsten ist halbnackt in andere Clubs oder man ist so essen gegangen und man hat geschaut, wie weit man in der Öffentlichkeit gehen kann, bis sich jemand daran stört", so der gebürtige Österreicher.
Und er stellt klar: "Wir sind kein Swingerladen, aber man kann machen, was man will."
Die Doku "One Night at KitKat" ist - nach einer Altersverifizierung - ab sofort in der ARD-Mediathek abrufbar. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr steht sie auch ohne Freigabe zur Verfügung.