Prall gefüllte Geldkoffer rollen über Gepäckband: Was war da denn los?

Frankfurt am Main - Da dürfte der ein oder andere sicherlich große Augen gemacht haben. In den vergangenen Tagen rollten über einige Gepäckbänder am Frankfurter Flughafen prall gefüllte Geldkoffer. Sich einen von diesen kurzerhand zu schnappen, hätte aber definitiv keinen Sinn gemacht.

Am Frankfurter Flughafen sorgten diese ganz besonderen Gepäckstücke für Aufsehen.
Am Frankfurter Flughafen sorgten diese ganz besonderen Gepäckstücke für Aufsehen.  © Media Frankfurt GmbH

Denn bei den durchsichtigen Gepäckstücken, die einen ganz genauen Blick auf den angeblich verlockenden Geldsegen lieferten, handelte es sich lediglich um Bestandteile einer groß angelegten Werbekampagne.

Diese fand am größten deutschen Verkehrsflughafen zwischen dem 15. Januar und dem 14. Februar statt und drehte sich rund um die bereits am 25. Januar gestartete Netflix-Serie "Griselda".

Diese handelt von der kolumbianischen Drogenhändlerin Griselda Blanco, die große Mengen an Rauschgift in die USA schmuggelte und an wahren Begebenheiten orientiert ist.

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Serien-Liebhaber oder Flugreisende mit einem offenen Auge dürften sich also über die Geldkoffer auf den Gepäckbändern nur wenig bis gar nicht gewundert haben.

Die in insgesamt sechs Folgen nacherzählte Geschichte der auch als "Godmother" des Kokains bezeichneten Blanco zeichnet den Weg der in den 1970er- und 80er-Jahren als brutalste Anführerin des kolumbianischen Medellin-Kartells in den USA nach.

Netflix-Serie "Griselda" handelt von kolumbianischer Drogenhändlerin Griselda Blanco

Verantwortlich für den eventuell nächsten Serien-Blockbuster aus dem Hause Netflix zeichneten unter anderem die Macher der überaus beliebten "Narcos"-Reihe, bei der unter anderem Weltstar Pedro Pascal (48) mitwirkte. Weitaus weniger glamourös als die großangelegte Werbekampagne am Frankfurter Flughafen lief übrigens das weitere Leben der echten Griselda Blanco.

Bereits im Jahr 2012, als ihre Hochzeit als Drogenbossin lange vorüber war, wurde sie hinterrücks in ihrer kolumbianischen Heimat erschossen. Beim Verlassen einer Metzgerei sollen ihr Unbekannte von einem vorbeifahrenden Motorrad aus mindestens zwei Mal in den Kopf geschossen haben.

Titelfoto: Media Frankfurt GmbH

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