Köln - Beim Putzen seines Objekts macht Manfred eine Entdeckung und beschließt: Das muss zu "Bares für Rares". Sein Wunschpreis von 2000 Euro ist üppig, doch damit liegt der Verkäufer noch deutlich daneben.
Neben seinem Kumpel Franz hat der Studio-Gast aus Wellheim auch noch einen mysteriös anmutenden Gegenstand mit in das Pulheimer Walzwerk gebracht bei Köln. Er stamme aus einer Haushaltsauflösung, wie er gegenüber Horst Lichter (64) offenbart.
"Der war ganz schwarz", erinnert sich Manfred. Zu Hause habe er das Fundstück vorsichtig geputzt und gedacht: "Oha!" Der Moderator übersetzt den freudigen Ausspruch: "Das könnte Silber sein. Und es ist Silber - ich sehe nämlich hier Punzen."
Patrick Lessmann (51) erkennt "einen Pokal". Die Marken verraten dem Experten mehr Details: Hinter dem Z verbirgt sich die Silbermanufaktur A&J Zimmermann. Der Anker steht für die Stadt Birmingham, der Löwe für 925er-Sterling-Silber und das V für das Jahr 1920.
Die "relativ schlicht gehaltene Schale" wurde auf einen Holzsockel montiert. Eine Gravur zeigt zwar zwei sich kreuzende Äxte, doch beim Birmingham Fecht-Club geht es um Degen. Lichter entdeckt eine Delle in der Schale.
Laut dem Sachverständigen lasse sich diese jedoch leicht ausbeulen. Beim Wunschpreis von 2000 Euro kann er nicht mitgehen. Allein der Silberankaufswert liege bei 2080 Euro. Den Gesamtwert des Pokals schätzt Lessmann deshalb auf 2800 bis 3000 Euro. Manni und Franz sind begeistert.
Gewicht der Silberschale sorgt für neue Gebote der "Bares für Rares"-Händler
"Ein Fecht- und Degenpokal, Wahnsinn, dieses wunderschöne Emblem!", schwärmt Wolfgang Pauritsch, nachdem das Objekt im Händlerraum enthüllt wurde. Kaum haben die Verkäufer die Herkunftsgeschichte fertig vorgetragen, bietet der 54-Jährige auch schon 800 Euro.
Walter Lehnertz (59) und Lisa Nüdling (46) steigen ebenfalls in die Auktion mit ein. Bei 1300 Euro hakt Pauritsch nach: "Wie schwer ist denn der Silberpokal alleine?" Die Antwort "1288 Gramm" beeindruckt die potenziellen Käufer im Raum.
"Ui! Das ist viel, da müssen wir mehr bieten", weiß Nüdling. Gesagt, getan. Doch auch für 2200 Euro gibt es von Manfred nur ein müdes Kopfschütteln. "Die Expertise war viel höher", stellt er klar. Als er von den 3000 Euro erfährt, fordert Pauritsch mindestens noch Champagner im Pokal. Ganz so teuer wird es für ihn aber nicht.
Für 2400 Euro kann er sich schließlich den Zuschlag sichern. Die Expertise wird damit zwar verfehlt, der Wunschpreis aber immerhin übertroffen. Angesichts seines Triumphs erklärt der Österreicher: "Jetzt kommt mein Name erst mal drauf - en garde!"
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder bereits vorab in der Mediathek.