Köln - Bei "Bares für Rares" steht ein Objekt zum Verkauf, das die Kandidatin zunächst für eine Sauciere hielt. Der tatsächliche Verwendungszweck sorgt in der Sendung für reichlich Lacher.
Moderator Horst Lichter (64) hat bereits eine Vermutung, was das Mitbringsel sein könnte, will es aber nicht aussprechen. "Ich wusste nicht, was es ist, ich habe es tatsächlich als Sauciere gekauft", eröffnet ihm Sabine im Begrüßungsschnack.
Durch seine langjährige Gastronomie-Erfahrung fällt dem 64-Jährigen jedoch sofort der nicht vorhandene Ausguss auf. "Und die Bratensoße schmeckt daraus genauso, ne?", merkt er grinsend an. Tatsächlich handelt es sich aber um ein tragbares Urinalgefäß.
Ein sogenanntes Bourdalou, wie Expertin Friederike Werner ausführt. Und was noch wichtiger ist: Es stammt aus der berühmten Porzellan-Manufaktur Meissen. Hergestellt wurde es laut der 64-Jährigen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Das mobile Urinal kam damals vor allem in Situationen zum Einsatz, bei denen man den Raum nicht verlassen konnte, wie etwa "in der Kirche oder bei Konzerten und Festlichkeiten". Der Ist-Zustand sei trotz des hohen Alters noch "hervorragend". Doch was ist das Objekt wert?
Sabine und ihr Ehemann Harry wünschen sich 500 Euro für ihren Fehlkauf. Den Preis kann Werner so bestätigen. Von Lichter erhält das Paar daraufhin die Händlerkarte.
"Bares für Rares"-Händlerin schämt sich für Bemerkung des Kollegen
Im Verhandlungsraum nimmt der Niederländer Jos van Katwijk das Kuriosum als Erster in Augenschein. "Also wenn du das in der Hand hast, denke ich direkt an Sauce hollandaise", kalauert sein Kollege Markus Wildhagen (beide 60) sofort drauflos.
Sarah Schreiber (39) möchte angesichts der Bemerkung am liebsten vor Scham im Boden versinken. "Oh mein Gott, lasst die Leute bitte reinkommen! Es wird furchtbar!", merkt sie peinlich berührt an. "Ich finde es schön", bleibt van Katwijk professionell.
Anschließend betreten Sabine und Harry den Raum. "Sie haben uns ein lustiges Objekt mitgebracht", begrüßt der Niederländer das Ehepaar. Auch Daniel Meyer (53) signalisiert Interesse und gesteht: "Ich sammle alles von Meissen!"
Dass die vermeintliche Sauciere ein Urinalgefäß für Frauen ist, amüsiert die Käufer-Riege. "Ist ein schönes Partygespräch", sinniert Meyer: "Interessieren Sie sich für historische Artefakte? Übrigens, der Napf, aus dem Sie gerade die Chips essen ..." Gelächter flutet den Saal.
Allzu tief in die Tasche greifen wollen die Händler trotz der ausgelassenen Stimmung aber nicht. Mit 200 Euro wird der Wunschpreis am Ende deutlich verfehlt. Sabine stimmt dem Verkauf dennoch zu. Zu Hause testen will Neu-Besitzer Meyer das Objekt nach eigener Aussage allerdings nicht.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder bereits vorab in der Mediathek.