"Bares für Rares"-Verkäufer macht den Deal seines Lebens: 5-Franken-Stück geht für Sensationspreis weg
Köln - Ein Verkäufer bei "Bares für Rares" würde sich schon mit den "obligatorischen" 80 Euro von Händler Walter Lehnertz (59) zufriedengeben. Doch schon bei der Expertise wird klar, dass der Fund eine wahre Sensation ist.
Ronny Döring (26) aus Sonnenberg in Brandenburg kommt mit einer Brosche im Gepäck in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln.
Das gute Stück habe der F&E-Systemingenieur während eines Urlaubs in der Schweiz in einem Secondhandladen in der Vitrine entdeckt. "Die stach heraus. Mir hat die Arbeit sehr gut gefallen", gibt der 26-Jährige preis.
Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) nimmt sich der Expertise an und stellt fest, dass es sich um ein "sogenanntes Florentiner Mosaik" handele. "Das ist ein Mosaik? Oh, mein Gott!", kann Moderator Horst Lichter (64) kaum fassen.
Die Taube sei "aus exakt gesägtem Chalzedon" in einen schwarzen Achat gesetzt worden, wie die Sachverständige erkennt.
"Das ist wirklich zauberhaft gemacht", schwärmt die 60-Jährige über das Motiv der Friedenstaube aus Noahs Arche.
Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!
"Bares für Rares"-Verkäufer von Expertise überrascht
Auch die Signatur auf der Rückseite der Brosche, bei der die Fassung aus 750er-Gold gearbeitet worden ist, von Giocondo Torrini aus Florenz, begeisterte sie förmlich. Torrini ist der "ganz große Name" einer sehr berühmten Goldschmiede-Familie, die weit in das 14. Jahrhundert zurückgeht. In dieser sei das Gewerk über 26 Generationen weitergegeben worden.
Aufgrund eines französischen Import-Stempels kann die Expertin auch datieren, von wann die Brosche ist: nämlich von 1847 bis 1854. "Wow", staunt auch der Brandenburger, der sich schon mit den obligatorischen 80 Euro zufriedengeben würde. Schließlich habe er auch nur fünf Franken für die Rarität bezahlt.
"Gratulation", so die Sachverständige, die die Brosche tatsächlich auf 1400 bis 1600 Euro schätzt.
Susanne Steiger (43) weiß sofort, dass es sich um einen wahren Schatz handelt, und startet das Bietergefecht mit 500 Euro. Aber auch Friedrich Häusser (74) und Anaisio Guedes (50) sind von der Rarität angetan und steigen ebenfalls ein. Erst bei 1450 Euro von Häusser sind die beiden anderen raus. "Können wir den Preis rund machen?", will der Verkäufer wissen - und siehe da, der 74-Jährige ist einverstanden.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder bereits vorab in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

