"Bares für Rares"-Verkauf eskaliert: Monika hofft auf 100 Euro und geht mit mehreren Tausend
Köln - Ein Mutter-Tochter-Duo kommt mit einem äußerst bescheidenen Wunschpreis zu "Bares für Rares". Doch schon die Expertise offenbart: Der Kellerfund ist bedeutend viel mehr wert!
"Der Sehnsuchtsort manch eines Menschen: die Berge", schmachtet Horst Lichter (64) beim Anblick des zum Verkauf stehenden Ölgemäldes. Besitzerin Monika verrät, dass sie die alpine Landschaft 1965 von ihren Eltern zur Kommunion erhalten habe.
Abgebildet ist das Lötschental im Schweizer Kanton Wallis. "Diese Farbenpracht des Bildes, die ist phänomenal", urteilt Expertin Bianca Berding (49). Als Künstler identifiziert sie Albert Nyfeler. Der Blauton des Himmels erinnere sie zudem stark an die berühmte Textur von Yves Klein.
Kritik erhält Monika, die mit ihrer Tochter Petra ins Pulheimer Walzwerk bei Köln gereist ist, für die Wasserspuren am Rahmen. "Ich vermute sehr, sehr stark, dass das mal längere Zeit im Keller gestanden hat?", wird sie von Berding getadelt.
Die Verkäuferin nickt, beteuert aber auch, dass immer eine Decke darüber gelegen habe, was den guten Zustand des Motivs erklärt. "Das Bild ist so gut erhalten […]. Das könnte gestern gemalt worden sein", lobt die Sachverständige. Nur der Rahmen müsse weg.
Lichter erkundigt sich nach dem Wunschpreis. Monika hat keine Ahnung und hofft auf 100 Euro. Sofort greift Berding ein und korrigiert den Wert auf 800 bis 1200 Euro. Die Besitzerin kann es nicht fassen: "Hätte ich niemals gedacht!"
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Kluger Schachzug: "Bares für Rares"-Verkäuferinnen verschweigen Schätzpreis
Im Auktionsraum sind es ebenfalls die Farben, die die Händler in Begeisterung versetzen. "Das Blau ist schon wow!", schwärmt Lisa Nüdling (45). Und Kollege Julian Schmitz-Avila (39) weiß: "Dieses Motiv ist von ihm [Albert Nyfeler, Anm. d. Red.] das beliebteste, das begehrteste, das teuerste."
Das erste Gebot kommt allerdings von David Suppes. Der 37-Jährige eröffnet gleich mal mit 700 Euro. Anschließend entbrennt ein waschechter Bieterkrieg, der den Preis in völlig ungeahnte Höhen treibt. Bei 2600 Euro erkundigt sich Suppes dann mal nach dem Schätzpreis.
Den muss und will das Mutter-Tochter-Gespann aber nicht verraten. Und so geht der Zuschlag am Ende erst für sensationelle 2800 Euro an Schmitz-Avila. Die Expertise ist damit mehr als verdoppelt und der ursprüngliche Wunschpreis um das 28-fache übertroffen. Wahnsinn!
Mit dieser Summe haben Monika und Petra beim besten Willen nicht gerechnet. Das Resultat sei "unbeschreiblich", wie sie zum Abschied aus den heiligen ZDF-Trödelhallen erklären. Manchmal liegt das Geld eben wirklich im Keller.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

