Dieses Objekt gibt's weltweit nur einmal: "Bares für Rares"-Experte kann Wert nur raten, Händler zahlt irre Summe

Köln - Bei "Bares für Rares" steht eine besondere Uhr aus dem Jahr 1992 zum Verkauf. Das Problem: Ihr Wert ist nicht schätzbar. Am Ende muss ein Händler überraschend tief in die Tasche greifen.

Uhrenschild-Malerin Helga möchte bei "Bares für Rares" ein Objekt verkaufen, das sie selbst gefertigt hat.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Helga aus Gütenbach (Baden-Württemberg) hat ihren Partner Wolfgang mit in die ZDF-Sendung gebracht. Und das aus einem ganz pragmatischen Grund: "Mir war es nur zu schwer, deshalb musste er sie tragen", scherzt sie und meint damit natürlich ihr mitgebrachtes Objekt.

Die Verkäuferin ist Uhrenschild-Malerin und hat das feilgebotene Stück selbst hergestellt, wie sie im Gespräch mit Moderator Horst Lichter (64) offenbart. Nur die zahlreichen Unterschriften auf der Vorderseite stammen nicht von ihr. Es sind echte Autogramme.

"Da war ich in Barcelona während der Olympiade eingeladen, um mein Handwerk zu zeigen. Ich habe dort Gott und die Welt getroffen, und die haben alle auf dem Schild signiert", berichtet Helga stolz.

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Wie Experte Sven Deutschmanek (50) erkennt, zählen dazu unter anderem Ex-Schwimmstar Franziska van Almsick und der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (†94).

Zur Machart und den Hintergründen hat der 50-Jährige nicht viel zu sagen, da die Schöpferin des Werks nun mal direkt neben ihm steht. Leider findet Deutschmanek das "Unikat" durch die unterschiedlichen Handschriften auch etwas "verschandelt". Doch was ist es heute wert?

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Zahlreiche Autogramme zieren die Lackschild-Uhr, die an die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona erinnert.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Händler zahlt mehr als das Doppelte des Wunschpreises

Für 1300 Euro geht das Nostalgie-Objekt an Christian Vechtel (51, M.).  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Helga wünscht sich für ihre Arbeit rund 500 Euro. Dies entspreche dem Materialwert. Der Experte tut sich derweil schwer mit einer Einschätzung, da es nichts Vergleichbares auf dem Markt gibt. So taxiert er den Wert am Ende rein spekulativ auf 500 bis 1000 Euro.

Vor demselben Rätsel steht auch David Suppes (38). "Das ist schwierig zu taxieren, denn das ist ein absolutes Einzelstück ohne Vergleichswerke", erklärt der Händler, nachdem das Objekt im Auktionsraum enthüllt wurde. 

Sein Kollege Christian Vechtel findet die Lackschilduhr dennoch "interessant" und startet mit 200 Euro. Anschließend hakt der 51-Jährige bei Helga nach: "Wie viel kostet eine Uhr aus Ihrer Werkstatt?". "Eine fertige Uhr kostet 600 Euro", so die Künstlerin.

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Sofort korrigiert Vechtel sein Gebot auf 600 Euro nach oben. Den Zuschlag erhält er dafür noch lange nicht. Es kommt zu einem erbitterten Bieter-Duell mit Suppes. Erst bei 1300 Euro überlässt der 38-Jährige Vechtel die Uhr. Mit so viel Geld hatte Helga definitiv nicht gerechnet.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder bereits vorab in der Mediathek.

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