Irre Wende bei "Bares für Rares": Seniorin glaubt ZDF-Expertin nicht, Skepsis bringt einige tausend Euro

Köln - Für Christine droht der "Bares für Rares"-Besuch zum Fiasko zu werden. Ihr Objekt soll viel weniger wert sein als gewünscht. Im Händlerraum folgt eine spektakuläre Wende.

Verkäuferin Christine (2.v.r.) und ihr Enkel Ferdinand müssen im Rahmen der Expertise eine bittere Nachricht verdauen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Die Verkäuferin aus Schwandorf hat neben ihrem Enkel Ferdinand auch noch ein Gemälde in das Pulheimer Walzwerk Köln mitgebracht. Es stammt aus dem Nachlass ihres Schwiegervaters, wie sie im Gespräch mit Moderator Horst Lichter (64) verrät.

"Es ist weder Köln noch Düsseldorf", merkt der Moderator mit Blick auf das Kunstwerk an. Stimmt, es zeigt vielmehr die italienische Lagunenstadt Venedig. Expertin Bianca Berding gefällt die "sehr weite Ansicht des Canal Grande" von Franz Guillery sehr gut.

Bei der zeitlichen Einordnung des Werks tut sich die 49-Jährige indes schwer: "Ich schätze, zwischen 1900 und [...] ungefähr 1930." Die Italien-Bilder des Künstlers seien aber "sehr beliebt", wie Berding weiß. Leider gibt es eine lange Mängelliste.

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"Was mir nicht ganz so gut gefällt, das ist der Zustand der Oberfläche schauseitig", erklärt die Sachverständige, während sie auf einige Farbabplatzungen wie etwa in dem Beiboot hindeutet. Auch der Rahmen sei "ein richtig guter Blender".

Bei näherer Betrachtung sei das Gold "so krass", dass es fast aussehe wie Plastik. Berdings Vorschlag: "Ich würde den Rahmen wegnehmen, auf jeden Fall." Trotz aller Kritik wünscht sich Christine satte 3000 bis 4000 Euro für das Werk.

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Bianca Berding (49) erkennt etliche Mängel auf dem rund 100 Jahre alten Venedig-Kunstwerk von Franz Guillery.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Verkäuferin von Expertise entsetzt: "Wenn Sie das sagen!"

Überraschung im Händlerraum: Das Verkäufer-Duo kassiert doch noch seinen ursprünglichen Wunschpreis.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Für die Expertin ist diese Vorstellung jedoch absolut unrealistisch. "Ich bin auf jeden Fall deutlich drunter", warnt sie vor. Mehr als 800 bis 1200 Euro seien nicht drin. Christine ist bedient. "Wenn Sie das sagen. Aber es enttäuscht uns", so ihre ungefilterte Reaktion.

Irgendwie rät ihr eine innere Stimme jedoch, den Preissturz hinzunehmen. Andernfalls wäre ihr die Händlerkarte auch verwehrt geblieben und der Auftritt vorbei. So wartet nur einen Raum weiter plötzlich eine dicke Überraschung auf sie und ihren Enkel.

Tatsächlich sind die Händler nämlich schwer begeistert von der Malerei. "Das ist wirklich wow!", schwärmt etwa Lisa Nüdling (46). Ihr Kollege Jan Cizek (50) bestätigt: "Sehr schönes Motiv, das ist positive Energie." Jos van Katwijk (60) gefällt nur der Rahmen nicht.

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Selbst Walter Lehnertz (59) bietet mit, dabei mag der Kult-Händler eigentlich gar keine Städte-Bilder, aber: "Venedig geht immer!" Der Schätzpreis ist schnell Geschichte, rasant geht es weiter nach oben. Cizek gibt mit 3000 Euro schließlich das höchste Gebot ab.

Das Verkäufer-Duo stimmt dem Deal freudestrahlend zu und Ferdinand nimmt die vielen bunten Scheine entgegen. "Es ist extrem gut gelaufen", erklärt er zum Abschied. "Wir haben unseren Wunschpreis erzielt, haben die Expertise verdreifacht."

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder bereits vorab in der Mediathek.

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