KI liegt völlig falsch: Seltsames Objekt sorgt bei "Bares für Rares" für Fragezeichen
Köln - Bei "Bares für Rares" steht ein Gegenstand zum Verkauf, bei dessen Identifikation die Künstliche Intelligenz (KI) an ihre Grenzen stößt. Zum Glück gibt es den Experten.
"Das sieht aber cool aus", lobt Horst Lichter (64), als er Sven Deutschmanek im Expertenraum begrüßt. Der 50-Jährige trägt eine skurril anmutende Brille auf der Nase. Noch gehört sie Josef aus Kevelaer. Doch der will das gute Stück nicht mehr.
Lichter möchte gerne mehr über die Herkunft erfahren. "Ich habe jemandem geholfen beim Aufräumen", erläutert Josef. Dabei sei ihm "dieses Pappkartönchen" in die Hände gefallen. "Dann mache ich das auf und entdecke diese Brille."
Da er den Zweck nicht verstand, befragte er das Netz. "Tatsächlich sagt KI: Das ist ein Eierschneider. Ein doppelter Eierschneider." Ein krasser Irrtum. Doch auch zwei Brillen-Museen konnten nicht weiterhelfen. Also bewarb er sich bei der ZDF-Trödelshow.
Deutschmanek weiß mehr und erklärt, dass es sich bei dem Modell um eine sogenannte Lamellenbrille der Firma Safelight aus Den Haag handele. Die skurrile "Jalousie" für die Augen aus den 1950/60er-Jahren konnte sich letztlich aber nie durchsetzen.
"Nachteil dieser Lamellen ist: Ich habe keinen UV-Schutz", erklärt der Experte den Grund. Da die Brille nie genutzt wurde, befindet sie sich noch in einem perfekten Zustand. Sein Schätzwert: "50 bis 80 Euro". Josef ist einverstanden.
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Brille sorgt auch im "Bares für Rares"-Händlerraum für verwirrte Blicke
Auch im Händlerraum sorgt das besondere Nasenfahrrad zunächst für verwirrte Blicke: "Ich habe Fragen ...", merkt David Suppes (39) an. Dann setzt er das Gestell auf: "Man sagt mir nach, ich habe ein Brillengesicht, aber die Brille bringt mich wahrscheinlich auch an meine Grenzen."
Josef rührt sofort die Werbetrommel für sein ungewöhnliches Mitbringsel: "Das ist eine ganz seltene, seltsame Brille. In jedem Laden ein absoluter Eyecatcher." Ganz aufrichtig schiebt der Nordrhein-Westfale dann aber noch hinterher: "Sieht gut aus, aber ist nutzlos."
Antiquitätenhändler Christian Vechtel (51) erinnert die Brille an einen Science-Fiction-Film. Er eröffnet die Auktion mit 50 Euro. Schnell folgen weitere Gebote, allerdings nur in kleinen Schritten. Für 150 Euro sichert sich Markus Wildhagen (60) den Zuschlag.
"Verrücktes Teil", jubelt der Düsseldorfer über seinen jüngsten Coup. Dann gesteht er seinen Kollegen: "Ich habe immer ein Faible für Brillen." Die Leidenschaft begleite ihn bereits seit seinem 14. Lebensjahr.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

