Nach Spott von Horst Lichter: "Bares für Rares"-Besucher können nicht fassen, wie viel sie in ZDF-Show abkassieren
Köln - Zwei Freunde wollen bei "Bares für Rares" ein Gemälde loswerden, das von Horst Lichter (64) zunächst als "weißer Punkt" verspottet wird. Was keiner ahnt: Es ist ein Original!
Helmut und Julian aus Hildesheim kommen mit einem eher schlichten Kunstwerk in das Pulheimer Walzwerk. Ebenso wenig wie der Vorbesitzer können aber auch die beiden damit nicht wirklich etwas anfangen. Deshalb soll es in der Trödelshow unter den Hammer.
Einer ist sofort Feuer und Flamme für das Mitbringsel: Kunstexperte Colmar Schulte-Goltz. "Was für ein schönes Kunstwerk! Das erzählt uns die ganze Größe des Urhebers", lobt der 53-Jährige. "Und der hieß: weißer Punkt", spottet Lichter angesichts des Motivs.
Kunstbanausen würden wohl tatsächlich sagen, dass hier nur ein weißer Punkt auf gelbem Grund zu sehen ist. Schulte-Goltz lässt sich von dem Affront jedoch nicht beirren und lobt stattdessen den Schöpfer Rupprecht Geiger (1908-2009).
Die Vereinfachung auf "wenige Farbtöne und wenige Formen" sei typisch für Geiger gewesen, wie der Experte erklärt. Das feilgebotene Werk wirke so, als würde man in die Sonne blicken. "Es heißt: 'Gelb'", wie Schulte-Goltz verrät. Lichter kann sich das Schmunzeln nur schwer verkneifen.
Wahrhaftig wurde für den Siebdruck nur eine einzige Farbe verwendet. Das sichtbare Weiß sei nichts anderes als "der Papierbogen, der da herausschaut". Mit 100 Euro wären Helmut und Julian bereits zufrieden. Doch Schulte-Goltz hat sensationelle News …
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"Bares für Rares"-Verkäufer räumen dreifachen Wunschpreis ab
Das mitgebrachte Exponat ist tatsächlich ein Original des weltbekannten Künstlers. "Wer einmal Rupprecht Geiger gesehen hat, wird ihn nicht vergessen", untermauert der Experte und taxiert den Schätzpreis auf satte 600 Euro. Das Verkäufer-Duo ist sprachlos.
Im Händlerraum ist die Begeisterung ebenfalls groß: "In der allerschönsten Farbe - in leuchtendem Gelb", lobt Lisa Nüdling (46). "Die Farbe ist wirklich klasse", stimmt ihr Jan Cizek (50) zu. Fabian Kahl (34) fragt sich eher: "Was wollte der Künstler uns damit sagen?"
Den Titel "Gelb" halten die Profis zunächst für einen Scherz des Verkäufer-Duos. Gebote gibt's dennoch: Bei 260 Euro erkundigt sich Sarah Schreiber (39) nach dem Wunschpreis. "Den haben wir eigentlich schon erreicht, aber ich würde mich freuen, wenn wir 300 erreichen", antwortet Helmut. Cizek bezahlt.
Im Abschiedsinterview können die Gäste ihr Glück kaum fassen: "Unfassbar! Wir sind hier angekommen mit null Ansprüchen und haben jetzt 300 Euro in der Tasche", jubelt Julian über den dreifachen Wunschpreis. Und auch Kumpel Helmut fährt "happy nach Hause".
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder bereits vorab in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

