Gil Ofarim bedankt sich bei "Verteidigerin" Sonja Zietlow
Gold Coast Australien - Die 19. Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ist offiziell vorbei. Dass Gil Ofarim (43) zum Dschungelkönig 2026 gewählt wurde, kommt bei vielen anderen Teilnehmern immer noch nicht gut an. Der Applaus für ihn bei "Das große Wiedersehen" fiel am Montagabend verhalten aus. Laut Ofarim waren "alle müde".
Für einige seiner Mitcamper waren allerdings immer noch so einige Sachen unklar. Vor allem Ariel (22) blieb ihrer Linie treu und forderte Antworten zum Davidstern-Skandal von 2021.
"Er war für diese Story hier drin. Dann erwartet man auch, dass er Stellung dazu nimmt", sagte sie. "Mir war es ganz wichtig, meine Stimme zu erheben. Nicht gegen einen Menschen, sondern für die Werte, für die ich einstehe", so die Schweizerin. Ihr ginge es dabei nicht um Mobbing.
Noch bevor Ofarim sich selbst dazu äußern konnte, sprang Moderatorin Sonja Zietlow (57) ihm zur Seite. "Er war jetzt nicht unbedingt wegen der Story hier drin, er wurde jahrelang vor diesem Skandal schon mehrfach angefragt, als Gil, der Sänger", stellte sie klar.
Ariel antwortete, dass sie sich so eine Antwort von Gil im Camp gewünscht hätte. "Aber du hast ja anscheinend ganz genaue Vorstellungen, wie er sich hätte verhalten sollen. Er konnte doch die Erwartungen überhaupt nicht erfüllen. Wie hätte er euch zufriedenstellen können?", entgegnete Zietlow.
Ofarim bedankte sich, dass die Moderatorin ihn verteidigte und führte erst nach Aufforderung von Co-Moderator Jan Köppen (42) weiter aus.
Selbst Jan Köppen (42) fragte: "Was stimmt denn nun?"
Eine Strategie will der 43-Jährige nicht gehabt haben. Er wollte lediglich nichts über sein Privatleben preisgeben.
Jan Köppen räumte aber ein, dass Ofarim im Dschungel einige Dinge geäußert hat, die juristisch nicht ganz sauber waren, was bei den Zuschauerinnen und Zuschauern viele Fragen aufwarf. "Was stimmt denn nun?", wollte der Moderator wissen.
"Was stimmt ist, dass ich nichts darüber sagen darf", so der Musiker. Er räumte auch ein, dass er fälschlicherweise im Dschungelcamp erzählt hatte, dass er freigesprochen wurde. Zur Erklärung: Das Verfahren wurde eingestellt. Es gab damit kein Urteil.
Im Prozess 2023 hatte Ofarim sich bei dem Hotelmitarbeiter, dem er antisemitisches Verhalten vorgeworfen hatte, entschuldigt. Im Dschungel wollte er diese Entschuldigung nicht wiederholen, obwohl einige Zuschauer und Mitcamper es erwarteten. Sonja Zietlow (57) stellte klar, dass sie persönlich es nicht erwartet hatte.
Der Hotelmitarbeiter hat sich am Montagabend das erste Mal selber öffentlich geäußert. Die zweideutigen Äußerungen des Dschungelkönigs ärgern ihn. Womöglich ist das letzte Wort rund um Gil Ofarim also immer noch nicht gesprochen.
TV-Tipp: Die ganze Staffel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" sowie "Das große Wiedersehen" könnt Ihr bei RTL+ nachschauen.
Titelfoto: Bildmontage: RTL; Rolf Vennenbernd/dpa

