GZSZ-Star Josefin Bressel plötzlich für tot erklärt: "Jetzt ist eine Grenze überschritten"

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Berlin - Plötzlich war sie tot - zumindest laut einer Meldung auf Facebook. GZSZ-Schauspielerin Josefin Bressel (35) musste im Internet lesen, sie sei nach langer Krankheit verstorben. Doch die Geschichte war frei erfunden.

Josefin Bressel (35) kennt digitale Gewalt aus eigener Erfahrung.
Josefin Bressel (35) kennt digitale Gewalt aus eigener Erfahrung.  © RTL / Anna Riedel

"Jetzt ist eine Grenze überschritten. Das betrifft das wahre Leben, damit macht man einfach keine Witze", sagt die Berlinerin in einem Interview mit RTL.

Auch ihre GZSZ-Kollegin Anne Menden (41) hat mit erfundenen Schreckensmeldungen zu kämpfen. In ihrem Fall wurde ein Foto manipuliert, das sie im Krankenhaus zeigen sollte. Dazu wurde behauptet, sie habe ihr Kind verloren.

Die Falschmeldung erreichte Bekannte, Follower und sogar die Familie ihres Partners Gustav. Menschen sprachen ihr Beileid aus.

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"Ich habe an dem Tag so viel geweint und habe nächtelang nicht schlafen können, weil mich das richtig verfolgt hat", berichtet Menden.

Die Schauspielerin, die seit über 20 Jahren Emily bei GZSZ spielt, kennt auch andere Formen digitaler Gewalt. Sie berichtet von sexuellen Übergriffen im Netz und Morddrohungen.

Wegen eines weiteren Vorfalls mussten Menden und Gustav nach eigenen Angaben sogar zur Polizei gehen. Anschließend installierten sie Kameras und Alarmsysteme.

GZSZ-Star Anne Menden schränkt aus Angst ihren Alltag ein

Anne Menden (41) weinte nach eigenem Bekunden nach der Falschmeldung.
Anne Menden (41) weinte nach eigenem Bekunden nach der Falschmeldung.  © RTL / Anna Riedel

Menden fuhr zeitweise nicht allein zur Arbeit. Auch beim morgendlichen Gassigehen war Vorsicht angesagt: Erst wenn es hell wurde, verließen sie das Haus. Diese Einschränkungen dauerten ungefähr drei Wochen.

Für die Schauspielerin steht fest: "Ich habe nirgendwo einen Vertrag unterschrieben, dass man mich beleidigen darf."

Mit dem Thema beschäftigt sich jetzt auch GZSZ. In der Vorabendserie wird Josefin Bressels Figur Alicia selbst Opfer digitaler Gewalt.

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Gemeinsam mit HateAid wollen die Verantwortlichen zeigen, dass Betroffene solche Angriffe nicht einfach hinnehmen müssen. Die Organisation bietet unter hateaid.org/betroffenenberatung kostenlose und unverbindliche Unterstützung an.

"Es gibt digitale Gewalt im Netz, man kann dagegen vorgehen, man muss sich nicht schämen", mahnt Bressel.

Titelfoto: RTL / Anna Riedel

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