Mission-Lifeline-Chef Axel Steier über seinen Glauben: "Ohne Kompass im Leben ist es schwer"

Leipzig/Dresden - Mission-Lifeline-Chef Axel Steier (45) rettet Geflüchtete aus dem Mittelmeer und erntet dafür nicht nur Anerkennung. Bei seiner wichtigen Tätigkeit gibt ihm vor allem sein Glauben Halt, wie er nun der MDR-Reihe "Glaubwürdig" verriet.

Axel Steier (45) ist seit seiner Kindheit Mitglied der Kirche - sein Glaube prägt seine Arbeit als Chef des Vereins Mission Lifeline.
Axel Steier (45) ist seit seiner Kindheit Mitglied der Kirche - sein Glaube prägt seine Arbeit als Chef des Vereins Mission Lifeline.  © Holm Helis

Diakon Michael Sollfrank von der Kirchengemeinde in Dresden-Prohlis kann sich noch gut an den heranwachsenden Axel Steier in seiner Gemeinde erinnern.

"Er war nicht jemand, der ruhig dasitzt und guckt, sondern jemand, der aktiv und sehr engagiert war. Wenn er für etwas eintritt, dann mit ganzer Seele", so der Diakon.

Der christliche Glaube gibt Steier bis heute noch Halt. "So ganz ohne Kompass im Leben ist es schwer. Man kriegt in der Kirche die Zehn Gebote mit - wenn Menschen Not leiden, ist es entscheidend, dass man hilft. Das ist der Wert, den ich mitgenommen habe aus der Kirche", erinnert sich Steier.

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2015 sah der gelernte Rettungssanitäter die ersten Bilder im Fernsehen, auf denen Menschen auf der Flucht im Mittelmeer starben. Er gründete einen Verein, kaufte sich ein Schiff und reiste vor Ort, um den Geflüchteten zu helfen. Mehr als 1100 Menschen hat er mit seinem Team bereits gerettet, seit einigen Wochen ist die "Mission Lifeline" vor der westafrikanischen Küste im Einsatz, um Leben zu retten.

"Es ist ein ergreifender Moment für die Crew, wenn alle an Bord sind. Man denkt, dass die ja gestorben wären, wenn wir nicht da gewesen wären", überlegt Steier ergriffen.

Nicht von überall gibt es für diesen Einsatz Lob: Vor nicht allzu langer Zeit hielt ein Pegida-Mitglied mit seinem Auto vor dem Kindergarten seiner Tochter und griff den 45-Jährigen an. "Die Aggressivität, die uns entgegenschlägt, ist fulminant", bedauert der Mission-Lifeline-Chef.

Titelfoto: Holm Helis

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