Nach Verschwinden eines Zweijährigen aus einer Kita: Jetzt meldet sich Mutter zu Wort
Haldensleben - Das Rätselraten um das kurzzeitige Verschwinden eines Kita-Kindes in Haldensleben (Landkreis Börde) geht weiter. Nun meldet sich die Mutter des Zweijährigen beim RTL-Mittagsjournal "Punkt 12" zu Wort.
Dajana Steffen erlebte das, was für viele Eltern der schlimmste Albtraum ist. Ihr zweijähriger Sohn Aiden-Matheos verschwindet am 7. August plötzlich und spurlos aus seiner Kita "Max und Moritz" in Haldensleben.
Wenig später wird das Kind ohne Schuhe und mit nassen Socken von einer Passantin auf einer Straße entdeckt. Tage nach dem erschreckenden Ereignis werden Aidens-Matheos Schuhe in einem Gebüsch am Kita-Gelände entdeckt.
"Was wäre wenn": Dieser Gedanke verfolgt Mama Dajana seither und macht der Kindertagesstätte schwere Vorwürfe. Insgesamt acht Erzieherinnen waren an dem Tag für 45 Kinder verantwortlich.
Die besorgte Mutter geht davon aus, dass Aiden vielleicht ins dichte Gebüsch am Zaun ging, angelockt wurde und möglicherweise über den 1,5 Meter hohen Zaun gehoben wurde.
"Es hätte so viel passieren können", erklärt sie RTL. "An dem Tag, als das passiert ist, hat er sich übergeben", erinnert sich Mama Dajana zurück. Ihr Kind sei verändert gewesen, wollte nicht essen und habe nur geschlafen.
Zweijähriger ist ein "kleiner Ausbruchskünstler"
Nach Angaben der Kita sollen zum Zeitpunkt des Vorfalls alle Tore nach draußen geschlossen gewesen sein.
"Wie das Kind rausgekommen ist, ist uns tatsächlich unerklärlich", so Anja Malek von der Stadt Haldensleben. Eine Pflichtverletzung der Erzieherinnen konnte die Stadt nach eigener Prüfung nicht feststellen.
Dass das Kind selbst über den Zaun geklettert sein könnte, sei laut den Eltern und der Polizei unmöglich. Der Vater des Zweijährigen verrät jedoch hinter der Kamera, dass Aiden-Matheos ein "kleiner Ausbruchskünstler sei".
Die Polizei ermittelt weiterhin in alle Richtungen und hofft auf Zeugenhinweise. Hinweise können über die 03904/4780 weitergeleitet werden.
Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

