PornHub-Panne im Live-TV? CNN-Sprecher John King und das Schmuddel-Gate, aber was steckt dahinter?

Atlanta - Gab es da etwa Schmuddelfilmchen während der CNN-Liveübertragung? In den letzten Tagen geht ein Video viral, welches die Netzgemeinde erheitert. Hat man hinter den Kulissen des Nachrichtensenders etwa heimlich auf einer Porno-Seite gestöbert? Zumindest sieht man Sprecher John King (59) deutlich ein PornHub-Fenster aus der "Magic Wall" wischen, oder?

Durch die US-Wahlen auch in Deutschland ein bekanntes Gesicht: John King (59).
Durch die US-Wahlen auch in Deutschland ein bekanntes Gesicht: John King (59).  © Erik S. Lesser/epa/dpa

Während des schier endlos wirkenden Auszählungs-Kampfes um die US-Präsidentschaftswahl, war der Nachrichtensender Tag und Nacht dabei, die Zuschauer mit Informationen und neuen Entwicklungen zu versorgen.

Die Tage waren lang, die Nächte auch. Doch war es alles so lang, dass man hinter den Kulissen anfing, sich privat etwas zu vergnügen?

Ein Fenster der Porno-Plattform PornHub war nämlich urplötzlich am oberen Rand an der rot und blau gefärbten US-Karte auf der volldigitalen Magic Wall des Senders zu sehen. 

Während die Augen auf die von Joe Biden und Donald Trump gewonnenen Staaten gerichtet sein sollten, sieht King dann ein kleines Fenster, welches nicht zur Election passe - ein PornHub-Banner! Oder?

Das Netz ist außer sich, das Video ging in Windeseile viral.

Doch ist dieser Ausschnitt überhaupt echt? Wohl eher nicht.

PornHub-Video ist Fake, das interessiert das Netz doch nicht...

Inzwischen hat sich das Video als Fake herausgestellt. Auch Twitter selbst hat die vielen Kopien als "Manipulierte Medien" bereits gebrandmarkt.

Wohl mithilfe eines TikTok-Buttons hat sich ein Amerikaner zu Hause während des endlosen Auszählens so gelangweilt, dass er sich dachte, ein wenig Abwechslung täte ihm und dem Rest der Welt gut.

Doch einmal hochgeladen, entwickelte sich die Sache wie ein Lauffeuer, wurde tausendfach geretweetet. Der Fake sah täuschend echt aus. Sämtliche Nachrichten- und Boulevardseiten stürzten sich drauf. Ein Run begann.

CNN und John King hatten im Anschluss einige Mühe, die Lüge als solche zu entlarven. Denn: Was einmal im Netz ist, haut da so schnell nicht mehr ab. Das echte Video wurde dann ebenfalls mehrfach geteilt. 

Nur ist die Wahrheit oftmals bekanntermaßen etwas trister als die Lüge.

Hier das Originalvideo: Kein Sex, kein Porno, nur Wahlergebnisse

Und nach der ersten Enttäuschung, dass man hier auf ein bearbeitetes Video hereingefallen ist: Witzig ist es ja irgendwie trotzdem noch. Und wer weiß, vielleicht hat in diesem Moment im CNN-Hinterstübchen tatsächlich gerade einer was verruchtes geschaut.

Er dürfte für ein paar Stunden den Schock seines Lebens durchlebt haben...

Titelfoto: Screenshot/Twitter Frank De Law

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