Emotionaler Auftritt von Marianne und Michael im Riverboat: "Ich war vier Tage im Koma"

Berlin - Das Ehepaar Hartl ist als das sympathische und fröhliche Duo "Marianne und Michael" berühmt. Doch die Volksmusik-Stars haben schwere Zeiten hinter sich. Im Riverboat sprachen der 73-Jährige und seine Frau (69) über die dramatischen Stunden und bewegten mit ihrer Geschichte das Publikum.

Marianne (69) und Michael Hartl (73) auf dem Oktoberfest.
Marianne (69) und Michael Hartl (73) auf dem Oktoberfest.  © Felix Hörhager/dpa

Auch das noch: Marianne und Michael konnten am Freitagabend nicht persönlich im Studio sein. Beide haben sich mit Covid infiziert!

"Also ich habe mir von der Wiesn Corona geholt, wie so viele. Ich höre jetzt momentan, dass alle krank sind und dann habe ich wahrscheinlich meinen Michael mit Erfolg angesteckt, obwohl ich eigentlich total isoliert im Schlafzimmer war", berichtete die Musikerin - live mit ihrem Mann vom Wohnzimmersofa zugeschaltet.

Dennoch war die Stimmung gut, das bewunderte auch Moderatorin Kim Fisher (53) und sprach dann den kürzlichen Schicksalsschlag des Promi-Paars an: "Michael, im März hattest du einen schweren Schlaganfall."

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Daraufhin erzählte der Sänger von den Stunden davor. Er sei mit einer Aktion für die Ukraine beschäftigt gewesen, später nach Hause gekommen, habe noch mit Gästen gegessen und getrunken, etwas Fern gesehen und sei schließlich ins Bett gegangen. "Ab dem Augenblick weiß ich nichts mehr."

Sein großes Glück: Marianne konnte nicht schlafen und bekam mit, das etwas nicht stimmte. "Er war ansprechbar, aber er war schon bewegungsunfähig und ich habe innerhalb von zehn Minuten gewusst, das ist ein Schlaganfall und habe sofort die Rettung angerufen und die ist sofort gekommen."

"Ich möchte meine Frau überraschen zu meinem Geburtstag"

Es folgte eine Operation. "Das Schlimme ist eigentlich nur, das 10 bis 15 Prozent diese Operation überhaupt überleben und ich hatte das Glück. Also vorher hatte ich Glück, dass meine Frau das gemerkt hat, nachher hatte ich Glück, das die Operation gut gelungen ist und dafür bin ich sehr, sehr dankbar", zeigte sich der 73-Jährige sichtlich bewegt.

Und weiter: "Ich war vier Tage im Koma und fünf Tage war ich noch im Krankenhaus und am vierten Tag nach dem Koma habe ich den Chefarzt gefragt, ob er mich denn Heim lassen könnte, ich möchte meine Frau überraschen zu meinem Geburtstag. Und das habe ich dann auch geschafft." Bei diesen emotionalen Erinnerungen versagte ihm die Stimme, er senkte den Kopf und weinte.

Marianne setzte für ihn fort: "Das hat er geschafft und plötzlich um 8 Uhr rief der Arzt an und dann war er da und dann ging's aufwärts und jetzt gehts auch aufwärts."

Dafür gab es natürlich einen starken Applaus. Bei so viel Dankbarkeit und Lebensfreude kann man sich da eigentlich nur anschließen.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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