Leipzig - Im "Riverboat" war am Freitagabend auch Promi-Koch Johann Lafer (68) zu Gast. Dabei plauderte der Österreicher nicht nur über seine Leidenschaft fürs Kochen, sondern auch über seine ersten Schritte in Berlin und darüber, wie zwei fremde Damen ihn zum lebenslangen Schnurrbartträger machten.
"Was war das denn für eine Geschichte, solltest du wirklich Modell werden für Zahnpasta?", fragte Moderatorin Kim Fisher (56).
"Ich habe 1977 in Berlin meine Ausbildung angefangen", erinnerte sich der Starkoch zurück, der von seiner Mutter zuvor lediglich mit 80 Mark ausgestattet worden und daher knapp bei Kasse war. Nach einem seiner täglichen Besuche bei einer Fastfoodkette sei Lafer dann von zwei Frauen angesprochen worden.
"Ach, Sie sehen aber wirklich gut aus, wir suchen ein Modell für Zahnpasta-Werbung", hätten ihm die Damen gesagt. "Ob ich denn eine Setcard machen könnte. Ich komme vom Bauernhof - was heißt denn Setcard? Das Wort habe ich noch nie gehört."
Daraufhin hätten ihm die Damen erklärt, dass er dafür zu einem Fotografen gehen müsse, um Porträts für eine Modellmappe anzufertigen. Nachdem der Nachwuchskoch das Prozedere hinter sich gebracht hatte, klingelte eine Woche später das Telefon in seinem Ausbildungsbetrieb - sehr zum Missfallen seines Küchenchefs.
Ein Schnurrbart für den Kontrast
Am Hörer erfuhr Lafer, dass sich besagte Firma wünsche, er möge sich einen Schnurrbart wachsen lassen, für einen stärkeren Kontrast zu den weißen Zähnen.
"Daraufhin bin ich mit meinem wenigen Geld zur Apotheke und zum Friseur, um mir irgendwas zu kaufen, damit der Scheißbart da oben wächst", erzählte der 66-Jährige sichtlich amüsiert. "Nach zwei Monaten, nachdem der Flaum so halbwegs zu sehen war, habe ich angerufen und gesagt, dass ich jetzt so weit bin."
Lafer erfuhr jedoch, dass der Wachstumsprozess dem Kunden zu lange gedauert und er sich deshalb für ein anderes Modell entschieden hätte.
"Irgendwann muss doch ein Konzern auf dieser Welt auf die Idee kommen, mit dem Lafer Zahnpastawerbung zu machen - es kommt aber keiner!", scherzte der Promikoch. Die komplette Sendung "Riverboat" seht Ihr jederzeit auf Abruf in der MDR-Mediathek.