Reiner Calmund im "Riverboat": Für ihn ist Kachelmann ein "Drecksack"

Leipzig - Beliebt, beliebter, Reiner Calmund! Der 72-Jährige ist seit einigen Monaten nur noch ein halber Mensch! Jedenfalls was sein Gewicht angeht. Calli hat innerhalb von knapp zwölf Monaten mehr als 70 Kilo abgenommen und fühlt sich damit pudelwohl. "Riverboat"-Moderator Jörg Kachelmann (62) wollte in der aktuellen Folge der MDR-Talkrunde nun aber mal ganz genau wissen, welche positiven Nebenerscheinungen so ein großer Gewichtsverlust hat.

Reiner "Calli" Calmund (72) hat etwa 70 Kilogramm innerhalb eines knappen Jahres verloren.
Reiner "Calli" Calmund (72) hat etwa 70 Kilogramm innerhalb eines knappen Jahres verloren.  © Screenshot/MDR-Riverboat

Denn die Antwort auf eine ganz spezielle Frage interessiert den Moderator besonders. "Siehst du heute mit runter gelassenen Hosen Dinge, die du lange Zeit nicht gesehen hast, jetzt, nachdem Du abgenommen hast?", formulierte der Schweizer dann auch frei heraus.

Von allen Seiten gab es leichtes Gelächter und auch Calli nahm's mit einer ordentlichen Portion Humor. "Ich wusste ja immer, dass Du ein Drecksack bist", entgegnete er Kachelmann. Gut gekontert!

Aber mal im Ernst, natürlich geht es dem ehemaligen Fußballfunktionär mit seinen aktuell noch gut 100 Kilo deutlich besser, als noch vor einem Jahr.

Damals hatte er sich unters Messer gelegt und sich den Magen verkleinern lassen.

"Ich muss sagen, es ist heute ein echt gutes Gefühl. Ich habe ja immer wieder Kuren gemacht und abgenommen, sicher 200 Kilo kumuliert in all den Jahren. Aber leider 250 Kilo immer wieder zugenommen. Ich hatte vor ein paar Jahren erst 30 Kilo abgenommen mit Joey Kelly. Und rums, waren die mit ein paar Kilo mehr wieder locker drauf", erinnert sich Calmund.

"Dieser Jo-Jo-Effekt hat mich immer voll erwischt. Vor einem Jahr haben Ärzte zu mir gesagt: 'Herr Calmund, Sie werden nie den Jo-Jo-Effekt besiegen können mit Ihrem Alter und Ihrem Gewicht. Das ist wissenschaftlich und medizinisch belegt. Selbst wenn Sie nach Grönland fahren und nur Fisch essen, wird der Jo-Jo-Effekt Sie wieder besiegen'. Also sagte ich: 'Los, gib Gas und habe mich auf den OP-Tisch gelegt."

Heute führt er ein wesentlich gesünderes Leben als früher.
Heute führt er ein wesentlich gesünderes Leben als früher.  © Screenshot/MDR-Riverboat

Calli: "Ich hatte Schiss wie Sau!"

Rund 70 Kilogramm liegen zwischen diesen beiden Aufnahmen. (Archivbild)
Rund 70 Kilogramm liegen zwischen diesen beiden Aufnahmen. (Archivbild)  © Henning Kaiser/dpa

Auch, wenn er damals wusste, dass die Operation seine einzige Chance auf ein besseres und vor allem gesünderes Leben ist, ganz einfach war dieser Schritt nicht für ihn. "Ich hatte Schiss wie Sau", gibt Calli zu.

"Aber es war die beste Entscheidung meines Lebens gewesen. Ja, sehr spät, aber es ist nie zu spät. Ich fühle mich sehr wohl. Meine kleine Tochter hat wieder was von mir, ich spiele Tischtennis und Federball. Ich habe die Gegend rund um mein Haus neu entdeckt, weil ich wieder laufen kann. Ich wusste gar nicht, was es da alles gibt", so der 72-Jährige.

Und weiter: "Ich mache das jetzt nicht für mich, sondern für die Leute, die vor dem Fernseher sitzen und denen es geht, wie es mir ging. Wenn mich einer anschreibt, dann sage ich dem: 'Melde dich da, da und da' und sehe mich ein bisschen als Botschafter. Weil ich das Glück in meinen alten Tagen noch genießen durfte, die Kilos zu verlieren. Mit dieser Magenverkleinerung. Sonst hätte es nicht geklappt."

Heute ist Reiner Calmund also nicht nur etliche Kilo leichter, sondern auch ein Vorbild für andere.

Titelfoto: Screenshot/MDR-Riverboat

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