Stress im Riverboat: Moderatoren diskutieren mit Brautmodenverkäufer Uwe Herrmann

Leipzig - Brautmodenverkäufer Uwe Herrmann (58) mischte am Freitagabend die "Riverboat"-Talkrunde ordentlich auf. Erst verteilte er bunte Socken an die Anwesenden im Studio, dann lieferte er sich Wortgefechte mit den Moderatoren Jörg Kachelmann (63) und Kim Fisher (52).

Brautmodenverkäufer Uwe Herrmann (58) erzählte im "Riverboat" vom Alltag in seinem Geschäft. Mit einigen seiner Kommentaren stieß er jedoch auf Kritik.
Brautmodenverkäufer Uwe Herrmann (58) erzählte im "Riverboat" vom Alltag in seinem Geschäft. Mit einigen seiner Kommentaren stieß er jedoch auf Kritik.  © Screenshot MDR-Mediathek

Das Gespräch mit Uwe Herrmann, der vor allem durch seine Auftritte bei "Zwischen Tüll und Tränen" Bekanntheit erlangt hatte, drehte sich vorrangig um aktuelle Trends in der Brautmode.

Passend zum Thema hatte Uwe Herrmann sowohl bunte Socken für alle Anwesenden als auch mehrere Brautkleider zum Angucken dabei.

So weit, so gut - nach der Vorführung der aktuellen Mode entwickelte sich das Gespräch jedoch in eine eher holprige Richtung. Alles begann, als Kim Fisher fragte, wie der typische Kaufablauf in Uwe Herrmanns Laden denn vonstattenging.

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"Als Erstes schaue ich mir an, wie die Frau läuft", erklärte Uwe daraufhin. "Eine Frau, die so zusammengesackt läuft, der sage ich: 'Hinter dir stehen drei hübsche Männer, und die beobachten dich'. Und schon verändert sich das. Da ist also auch viel Psychologie dabei."

Bereits hier konnte es sich Jörg Kachelmann nicht verkneifen zu intervenieren: "Wenn sie so laufen will, dann soll sie verdammt nochmal so laufen. Und wenn die drei Macker hinter ihr das denken, dann soll es ihr scheiß egal sein, was die drei Macker denken." Kein Mann habe das Recht, eine Frau aufgrund ihrer Körpermaße oder Haarlänge oder Gangart zu bewerten, so die Meinung des Wettermannes.

Uwe Herrmann stimmte dem zwar zu, seine Antwort ("Aber bei solchen Problemfällen will ich gern helfen!") stieß bei Kachelmann jedoch erneut auf Unmut: "Das ist aber kein Problemfall!", setzte er zu einer erneuten Gegenargumentation an, beließ es mit einem abschließenden "Okay. Verzeihung" dann aber dabei.

Spannungen zwischen Uwe Herrmann und dem Moderations-Duo

Jörg Kachelmann (63) und Kim Fisher (52) konnten einige von Uwe Herrmann getätigte Aussagen nicht einfach so stehen lassen und äußerten Kritik.
Jörg Kachelmann (63) und Kim Fisher (52) konnten einige von Uwe Herrmann getätigte Aussagen nicht einfach so stehen lassen und äußerten Kritik.  © Montage MDR-Mediathek

Kim Fisher, die wohl die Anspannung im Studio spürte, versuchte, die Diskussion in eine andere Richtung zu lenken: "Ist das wirklich noch so, dass Frauen ihre ganze Familie und Freunde mitbringen, um das Kleid auszusuchen?", wollte sie vom Brautmode-Experten wissen.

Tatsächlich käme es besonders durch die Pandemie immer öfters vor, dass die Bräute alleine bei ihm zur Anprobe erschienen. "Trotzdem muss ich immer sagen: Begleiter sind gut", merkte Uwe schließlich an - und trat prompt ins nächste Fettnäpfchen.

So berichtete er, dass oft Frauen mit einem bestimmten Kleid in ihrer Vorstellung zu ihm kamen, in das sie "gar nicht reinpassen". Ist die Braut alleine in seinem Laden, muss er zwangsläufig "der Dumme" sein, der ihr "die Wahrheit" verkündet.

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Hier wurde es dann auch Kim Fisher zu viel, woraufhin sie den 58-Jährigen zurückpfiff: "Du willst es unterhaltsam machen, aber ich fand das jetzt auch grad ein bisschen verletzend für alle Frauen, die nicht gerade den Traummaßen entsprechen." Klare Worte!

Trotz allem endete das Gespräch und damit auch die "Riverboat"-Folge versöhnlich: Uwe Herrmann entschuldigte sich für seine Kommentare und versicherte den oft von Unsicherheiten geplagten Bräuten: "Du siehst doch aber so, wie du bist, sehr schön aus!"

Titelfoto: Montage Screenshot MDR-Mediathek

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