Köln - Nur eine Woche nach der erfolgreichen Rückkehr aus einer langen Sommerpause hat RTL mit "Wer wird Millionär?" einen eklatanten Quoten-Einbruch erlitten.
Am 31. August feierte sich der Privatsender für sein "starkes Comeback" noch selbst. Der Blick auf die neuen Zahlen wird aber auch den Verantwortlichen in Köln-Deutz nicht gefallen haben.
Wie das Branchenmagazin "DWDL" berichtet, schalteten zur zweiten Folge der Quizshow mit Günther Jauch (70) nur noch 2,11 Millionen Menschen ein. Im Vergleich zur Vorwoche gingen RTL somit etwas mehr als eine Million Zuschauer verloren.
Tatsächlich schrammte der Sender mit dem sonst so beliebten Format damit nur hauchdünn an einem neuen Allzeit-Tief vorbei. Immerhin kam die Ausgabe bei der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen noch auf 11,5 Prozent.
Doch auch hier performte "Wer wird Millionär?" viel schwächer als noch am 31. August. Bei der Staffel-Premiere wurden in dieser Kategorie noch mehr als 15 Prozent erzielt. Mit 11,8 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum verpasste RTL zudem den Tagessieg.
ARD-Brennpunkt und ZDF-Krimi als Zuschauermagneten
Grund für den heftigen Zuschauerschwund dürften die zahlreichen Sondersendungen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewesen sein. Auch RTL lieferte seinem Publikum ein Spezial, wodurch die Quizshow erst um 20.30 Uhr begann.
Die ARD zeigte um 20.15 Uhr einen "Brennpunkt" zur Wahl. Drei Millionen Menschen schalteten ein und sorgten so für einen starken Marktanteil von 14,1 Prozent. Für das junge Publikum wurden hier sogar 17,1 Prozent geholt.
Im Anschluss ab 21 Uhr beschäftigte sich auch "Hart aber fair" mit dem Ergebnis der Wahl Sachsen-Anhalts. Das Format mit Louis Klamroth verfolgten 2,65 Millionen und damit immer noch mehr Personen als "Wer wird Millionär?".
Quotensieger zur Primetime wurde erneut ein Krimi. "Die Toten vom Bodensee – Im Schattenreich" lockte 5,35 Millionen ins ZDF, was einem Top-Marktanteil von 25,2 Prozent entspricht. Dafür wurden beim jungen Publikum nur magere 4,7 Prozent erzielt.