So will dieses Start-up die deutschen Nachtzüge wieder zum Leben erwecken!

Berlin - Bereits vor zehn Jahren hat die Deutsche Bahn ihre Nachtzüge eingestampft, seitdem haben ausländische Unternehmen übernommen. Ein Berliner Start-up hat da allerdings ein Wörtchen mitzureden.

Der Designer Hendrik Lucka (l.) und der Mathematiker Anton Dubrau aus Berlin arbeiten an einem neuen Nachtzug-Konzept
Der Designer Hendrik Lucka (l.) und der Mathematiker Anton Dubrau aus Berlin arbeiten an einem neuen Nachtzug-Konzept  © MDR/Ella Cieslinski

Gemeinsam mit seinem Designer Hendrik Lucka (31) und zwei weiteren Mitarbeitenden will der Tüftler Anton Dubrau (38) den deutschen Nachtzug revolutionieren.

Das Ziel: Im Zeichen der Nachhaltigkeit sollen sich wieder mehr Leute weg von Flugverkehr zurück zur Bahn wenden - auch für längere Strecken. Und das setzt natürlich voraus, dass die Betten und Sitze entsprechend bequem sind.

Die hohen Kosten des Nachtzug-Betriebs lassen sich nur decken, wenn die Anzahl der möglichen Fahrgäste in den Waggons maximiert werden kann. So auch Anton Dubraus Gedanke.

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Und die Lösung? Keine Aufteilung zwischen Sitzplätzen und Schlafabteilen, sondern rund 65 kompakte Mini-Kabinen - sogenannte Pods - in jedem Wagen. Ganz nach dem Motto "Klein und gemütlich", so Dubrau.

Der Prototyp-Bau ist echte Zentimeterarbeit.
Der Prototyp-Bau ist echte Zentimeterarbeit.  © MDR/Ella Cieslinski

Gelingt dem Nachtzug ein Comeback in Deutschland?

Die Tüftler bauen am Prototyp ihrer konstruierten Nachtzugkabine.
Die Tüftler bauen am Prototyp ihrer konstruierten Nachtzugkabine.  © MDR/Ella Cieslinski

Was beim Modellbau im Berliner Büro auch eine große Rolle spielt, ist das Sicherheitskonzept der Pods. So soll jede Kabine eine eigene abschließbare Tür erhalten. Das begrüßen auch die Tester, die im "Einfach genial"-Beitrag drei Stunden lang probeliegen dürfen.

"Ich fühl' mich wie in einem kleinen Wohnzimmer", schwärmt ein Pärchen, das eine Doppel-Kabine ausprobieren darf. Und auch die Solo-Testerin hebt positiv hervor, dass man seinen Sitzplatz jederzeit flexibel zu einem Bett umbauen kann.

Für Anton und Hendrik geht es nun vor allem um die Zulassung. Sollte hier alles reibungslos über die Bühne gehen, könnte aus dem Prototyp in den nächsten sechs Jahren Realität werden.

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Vielleicht findet man die Schlaf-Pods also schon bald in deutschen Zügen. "Es ist noch einiges vor uns", ist Anton bereit für die Zukunft.

Den Beitrag "Einfach genial - Sieht so der Nachtzug der Zukunft aus?" könnt Ihr Euch ab sofort im Stream in der MDR-Mediathek ansehen.

Titelfoto: Montage MDR/Ella Cieslinski

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