Stefan Raab droht wegen TV-Show mit Mega-Strafe: ProSieben kündigt drastischen Schritt an

Köln/Unterföhring – Stefan Raab (56) greift durch! Der TV-Gigant hat ProSieben und dem erfolgreichen YouTuber Trymacs (bürgerlich: Maximilian Stemmler, 28) wegen einer geplanten TV-Show mit einer saftigen Geldstrafe gedroht. Der Sender und Trymacs kündigten daraufhin einen drastischen Schritt an.

Stefan Raab (56) droht wegen der Show "Kick auf Eis" mit einer Geldstrafe von 500.000 Euro. (Archivfoto)
Stefan Raab (56) droht wegen der Show "Kick auf Eis" mit einer Geldstrafe von 500.000 Euro. (Archivfoto)  © Matthias Balk/dpa

Eigentlich sollte in rund einem Monat, am 29. Dezember, in der Kölner Lanxess Arena die Fußball-Sendung "Kick auf Eis" gedreht werden. ProSieben wollte das Event mit vielen Promi-Kandidaten - Streaming-Stars wie MontanaBlack (34) und eben Trymacs waren geladen - live im TV übertragen.

Die Vorfreude der Fans war groß, doch jetzt folgte die Hiobsbotschaft! So erhielten die Show-Produzenten Post in Form einer Abmahnung - und das von keinem Geringeren als "TV total"-Urgestein Stefan Raab.

Trymacs, dessen Partner-Unternehmen MediaTotal "Kick auf Eis" mitgeplant hatte, erklärte den Sachverhalt in einem YouTube-Video, das innerhalb kürzester Zeit viral ging.

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So hätten Raab und seine Produktionsfirma Raab TV die Show-Macher aufgefordert, das Eisfußball-Event weder zu produzieren noch zu bewerben.

Der Grund: Von 2009 bis 2015 veranstaltete Raab den "Deutschen Eisfußball-Pokal", dessen Konzept extrem dem von "Kick auf Eis" ähnelte. Auch hier spielten die Kandidatin mit Bowlingschuhen in einer Eishalle Fußball. Die Idee dazu war damals aus Raabs Sendung "TV total" entstanden.

Anstatt wie beim Eishockey mit Schlittschuhen sollten die Promis bei "Kick auf Eis" mit Bowlingschuhen über das Eis der Kölner Lanxess Arena flitzen.
Anstatt wie beim Eishockey mit Schlittschuhen sollten die Promis bei "Kick auf Eis" mit Bowlingschuhen über das Eis der Kölner Lanxess Arena flitzen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Kick auf Eis": ProSieben reagiert auf Stefan Raabs Abmahnung

YouTuber Trymacs (28, r.) steht mit einem befreundeten Boxer in der Lanxess Arena - hier sollte eigentlich bald die TV-Show "Kick auf Eis" stattfinden.
YouTuber Trymacs (28, r.) steht mit einem befreundeten Boxer in der Lanxess Arena - hier sollte eigentlich bald die TV-Show "Kick auf Eis" stattfinden.  © Instagram/trymacs

Dass Raabs ehemaliger Heimatsender nun quasi eine Neu-Version seiner Idee austragen will, kommt für den TV-Giganten offensichtlich nicht infrage.

"Sie [Raab und seine Firma, Anm. d. Red.] wollen jetzt nicht gleich vor Gericht, sondern sich einigen", erläuterte Trymacs. "Die Kosten für die Anwälte sollen wir auch zahlen nach einem Gegenstandswert von 500.000 Euro."

Für den YouTuber ein harter Schlag, der nur eine logische Schlussfolgerung zuließ: "Das Risiko ist zu groß und da sitzen wir am kürzeren Hebel. (...) Wir wollen uns den ganzen Stress nicht antun."

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"Kick auf Eis" könne nach Raabs Abmahnung in seiner ursprünglichen Planung nicht stattfinden, teilte auch ProSieben in einem Statement mit. "Das (...) Event wird aus lizenzrechtlichen Gründen von MediaTotal in dieser Form nicht ausgerichtet. Joyn respektiert dabei die IP des Raab TV-Formats 'Deutscher Eisfußball Pokal'."

Trymacs betonte, dass er diese Entscheidung "einfach super schade" fände. Seiner Meinung nach könne man sich eine Sportart wie Eisfußball, die bereits vor Raabs Idee existiert habe, nicht patentieren oder lizenzieren lassen.

Trymacs äußert sich im YouTube-Video zur Abmahnung von Stefan Raab

ProSieben-Show soll trotzdem stattfinden, jedoch völlig verändert

Trotz des Trubels hinter den Kulissen soll das TV-Event wie angekündigt in Köln stattfinden, jedoch mit einer großen Änderung.

So wird es sich nach Angaben von Trymacs dann lediglich um ein normales Hallenfußball-Turnier ganz ohne rutschige Eisfläche handeln. Ob das genauso viele Zuschauer vor die Bildschirme locken wird, wie "Kick auf Eis" es getan hätte, scheint fraglich.

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa, Matthias Balk/dpa

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