Zwickau - Sie wurde durch einen Nachbarschaftsstreit und wegen eines einzigen Wortes deutschlandweit berühmt: "Maschendrahtzaun". Nun ist die sächsische TV-Kultfigur Regina Zindler im Alter von 78 Jahren gestorben.
Wie "BILD" berichtet, verlor die 78-Jährige den Kampf gegen Krebs. Sie verstarb bereits am 5. Mai. Die Beisetzung fand demnach in Zwickau statt.
Ende der 1990er-Jahre sorgte die Sächsin mit ihrem Auftritt in der TV-Gerichtsshow Richterin Barbara Salesch für Aufsehen - damals wurden echte Zivilprozesse gezeigt. In diesem Fall ging es um einen "Knallerbsenstrauch" am "Maschendrahtzaun", den Zindler ihrem Nachbarn untersagen wollte.
Der Strauch ihres Nachbarn in Auerbach/Vogtland würde ihren Zaun beschädigen. Dabei sprach sie die beiden Worte "Maschendrahtzaun" und "Knallerbsenstrauch" so sächsisch aus, dass die Szene schnell Kultstatus erlangte.
TV-Entertainer Stefan Raab (59) wurde auf Zindler aufmerksam. Er griff den verrückten Gerichts-Zoff auf und schrieb den Song "Maschen-Draht-Zaun".
Der Hit schlug durch, stürmte die Charts. Zindler war innerhalb von wenigen Tagen deutschlandweit berühmt.
Mit diesem Raab-Song wurde Regina Zindler deutschlandweit berühmt
Medien und Schaulustige belagerten ihr Haus: Zindler zog nach Berlin
Doch die Berühmtheit hatte ihren Preis - das Leben der Sächsin veränderte sich schlagartig. Fernsehteams belagerten ihr Haus, Schaulustige standen plötzlich vor ihrem Grundstück. Einige beschädigten sogar den besagten Zaun.
Zindler wurde es bald zu viel. Sie verkaufte ihr Grundstück und zog nach Berlin. Erst Jahre später kehrte sie in ihre sächsische Heimat zurück.
Ende April 2026 wurde bekannt, dass Zindler unheilbar an Krebs erkrankt war. "BILD" wollte die TV-Ikone besuchen - ihr Ehemann öffnete die Tür, berichtete von der Krebsdiagnose. Nur wenige Tage später verstarb Zindler.
Übrigens: Radio PSR erwarb den zerstörten Zaun. Anschließend verkaufte der Radiosender diesen für zehn D-Mark. Das Geld wurde für einen guten Zweck gespendet.