Heute im "Tatort": Clan-Chef des Mordes verdächtig

Berlin - Robert Karow (Mark Waschke, 50) ist gerade dabei, den Tod seiner Kollegin Nina Rubin zu verarbeiten - da trifft ihn der nächste Schicksalsschlag. Der "Tatort: Das Opfer", der am heutigen Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten läuft, wird für den Kommissar eine emotionale Achterbahnfahrt.

Der junge Robert Karow (Jona Levin Nicolai, r.) freundet sich mit Maik (Laurids Schürmann, 20) an, der in seine Nachbarschaft gezogen ist.
Der junge Robert Karow (Jona Levin Nicolai, r.) freundet sich mit Maik (Laurids Schürmann, 20) an, der in seine Nachbarschaft gezogen ist.  © rbb/Stefan Erhard

Das Mordopfer ist nämlich Karows Jugendfreund Maik Balthasar (Andreas Pietschmann, 53). Alles deutet auf eine Milieu-Hinrichtung hin.

Balthasar war verdeckter Ermittler und sollte Beweise gegen den Clan-Chef Mesut Günes (Sahin Eryilmaz, 38) sammeln, um ihn endlich vor Gericht zu bringen.

Die Indizien sprechen für Günes als Täter - seine Fingerabdrücke sind immerhin auf der Tatwaffe. Doch Karow traut dem Ganzen nicht und gibt sich damit nicht zufrieden.

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Es sind noch zu viele Ungereimtheiten vorhanden, denen der Kriminalhauptkommissar auf den Grund geht. Dabei muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen.

Lohnt sich das Einschalten?

Robert Karow (Mark Waschke, 50) ist auf sich allein gestellt.
Robert Karow (Mark Waschke, 50) ist auf sich allein gestellt.  © rbb/Stefan Erhard

Ja. So verletzlich hat sich Robert Karow noch nie gezeigt. Als Zuschauer kann man den Schmerz, den der Kommissar erfahren muss, deutlich nachempfinden.

Das liegt vor allem an der ergreifenden Darbietung von Mark Waschke. "Für mich war die Herangehensweise eine sehr körperliche. Im Körper sind alle unsere Verhaltensweisen, unsere Begierden und Sehnsüchte eingeschrieben, all die Widersprüchlichkeiten, die unser Leben bestimmen", sagte der Schauspieler im rbb-Interview.

Er als Karow habe sich an seine Grenzen und darüber hinaus gebracht. Erst der Tod seiner Kollegin, dann der Verlust seines Jugendfreundes hätten sich auf den Ermittler ausgewirkt: "Das wirft ihn aus der Bahn."

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Doch er spüre intuitiv, dass die Lösung in ihm verborgen ist. "Im Trauma selbst liegt auch oft irgendwo versteckt der Schlüssel, der Weg für dessen Heilung."

Nach diesem Solo-Fall bekommt der Berliner Ermittler mit Susanne Bonard (gespielt von Corinna Harfouch, 68) eine neue Kollegin an die Seite. "Es wird sich dann zeigen, wie er sich nach der kathartischen Erfahrung im 'Opfer' wieder neu zusammensetzt", so Waschke.

Es bleibt also spannend.

Titelfoto: rbb/Stefan Erhard

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