"ZDF-Fernsehgarten": D!, Kiwi und Erfurt im Kniebeugen-Wahn

Mainz/Erfurt - Jetzt ist also vorerst Schluss mit dem "ZDF-Fernsehgarten". Das dritte und letzte Auswärtsspiel der Show flimmerte am heutigen Sonntag wieder live aus Thüringens Hauptstadt über die Bildschirme und die Erfurter mussten einiges durchmachen.

Detlef D! Soost (52) war am Sonntag zu Gast in Andrea Kiewels "ZDF-Fernsehgarten on Tour".
Detlef D! Soost (52) war am Sonntag zu Gast in Andrea Kiewels "ZDF-Fernsehgarten on Tour".  © Bild-Montage: dpa/Rolf Vennenbernd, dpa/Hannes P. Albert

"Erfurt hat sich warm angezogen, denn es ist ein bisschen frisch geworden", bemerkte Moderatorin Andrea "Kiwi" Kiewel (57) gleich zu Beginn der langen 135 Minuten. Aber das sollte sich bald ändern, denn Detlef D! Soost (52) war als Co-Moderator am Start.

"Da weiß man auch nicht, welche Karriere gerade tiefer steht, die von Detlef oder die des Fernsehgartens", wurde da gleich über den ehemaligen "Popstars"-Juror auf Twitter geätzt.

Jedenfalls gab Detlef erst einmal ein kurzes Workout auf der Bühne zum Besten, worauf Kiwi feststellte: "Da kommt man ja schon vom Zusehen ins Schwitzen!" Und Schwitzen war dann auch das Stichwort.

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Denn wie häufiger im "ZDF-Fernsehgarten" sollte auch heute wieder irgendein Rekord gebrochen werden. "Squat Challenge" nannte Detlef die Herausforderung und erklärte, dass "Squat" das englische Wort für die klassische Kniebeuge ist.

20.000 Kniebeugen sollten es werden, die Detlef mit rund 80 Freiwilligen bis zum Ende der Show hinbekommen wollte. "Wir kriegen das hin!", posaunte D! mit geballter Faust wie in einem drittklassigen Motivations-Seminar - fehlte nur noch ein "Tschakka!".

"ZDF-Fernsehgarten"-Publikum musste 8000 weitere Kniebeugen beisteuern

Im letzten "ZDF-Fernsehgarten" der Saison sorgte Andrea Kiewel buchstäblich für Bewegung im Publikum. (Archivfoto)
Im letzten "ZDF-Fernsehgarten" der Saison sorgte Andrea Kiewel buchstäblich für Bewegung im Publikum. (Archivfoto)  © ZSF/Ralph Orlowski

So richtig rund lief's aber irgendwie nicht, denn nach einer halben Stunde waren erst 2000 "Squats" absolviert. Da bot Kiwi an, dass doch die 400 Gäste im Freiluftstudio jeweils zehn Kniebeugen beisteuern könnten. "Bitte 20! Das ist der Oberhammer!", forderte Detlef.

Da äußerten die "ZDF-Fernsehgarten"-Fans via Twitter schon so ihre Bedenken. "Und das mit Arthrose. Sanis macht euch bereit", wurde unter anderem geunkt. Aber tapfer hielt das ja größtenteils nicht mehr ganz taufrische Publikum durch - mehr schlecht als recht.

"Dat gildet nicht. Die ham sich ja kaum bewegt", wurde nicht zu Unrecht im Twitter-Lager gemotzt. Detlef war's egal. "Das ist der Hammer! Das ist Mega!", freute der sich ein Loch in den Bauch über die 8000 zusätzlichen "Squats".

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Und weil es so schön war und das Erfurter Publikum im Anschluss sitzend den üblichen Mix aus Playback-Gehampel, Kochrezepten und Mode-Tipps über sich ergehen ließ, hatte Kiwi zum Abschluss der Show die geniale Idee, noch einmal 8000 Kniebeugen beizusteuern.

Neuer Rekord: Detlef D! Soost flippt aus!

"Sie müssen sich nicht so doll beugen", besänftigte sie ihre Zuschauer, die teilweise tatsächlich überhaupt keine Lust mehr auf sportliche Betätigung hatten und dementsprechend die "Squats" eher simulierten.

Gezählt wurden dennoch 8000, was Detlef zum gepflegten Ausflippen brachte. "Mega! "Halt Dich fest! Wir haben 19.800, mit euren sind es 27.800! Wir haben hier so 'ne Energie!" Und als wäre es nicht genug, legte Detlef mit seinen unerschütterlichen 80 Kniebeugern noch einmal 30 pro Person nach, um die 30.000 zu knacken.

Bei so viel Energie vermuteten bereits einige Fans, dass D! sich möglicherweise Amphetamine eingeworfen haben könnte. "Zwei Detlef D. Soost können ein AKW ersetzen", lautete ein weiterer treffender Kommentar.

Mit diesem "Mega-Erfolg" verabschiedeten sich dann Detlef und kurz darauf auch Kiwi aus Erfurt und dem "ZDF-Fernsehgarten"-Jahr 2022. Jetzt müssen sich die Fans wieder ein gutes halbes Jahr gedulden, ehe der kultige Trash zurückkehrt.

Titelfoto: Bild-Montage: dpa/Rolf Vennenbernd, dpa/Hannes P. Albert

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