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Razzia in Dresden: Bundespolizei holt ganze Diebesbande aus Asylheim

Georgische Diebesbande festgenommen

Bei einer Razzia in einem Asylheim in der Hamburger Straße hat die Bundespolizei offenbar kurz vor ihrer Flucht eine georgische Diebesbande geschnappt.

Dresden - Am Freitagmorgen ist der Bundespolizei ein ganz wichtiger Schlag gegen die Kriminalität gelungen. Die Beamten holten eine georgische Diebesbande aus dem Asylheim an der Hamburger Straße.

Die Bundespolizei beim Verlassen des Asylheims in der Hamburger Straße.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, stürmten rund 60 Beamte in das Gebäude und vollstreckten gleich vier Haftbefehle.

Bei drei Männern (33, 34 und 45 Jahre alt) sowie einer Frau (40) klickten die Handschellen. Sie wurden abgeführt.

Alle fünf Beschuldigten sind Asylbewerber mit georgischer Staatsangehörigkeit. Sie sollen als Bande agiert und im großen Stil Läden in Dresden beklaut haben.

Es geht vor allem um Zigaretten und "andere Artikel in großem Umfang", wie die Staatsanwaltshaft mitteilt.

"Bei den Durchsuchungen konnten Diebesgut (u.a. sechs Armbanduhren, diverse Schmuckartikel und Werkzeug) sowie umfangreiche weitere Beweismittel sichergestellt werden. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen", heißt es weiter.

Offenbar bestand die Gefahr, dass sich die Bande absetzen könnte, deshalb erfolgte der Zugriff in den Morgenstunden.

Die Beamten durchsuchten auch ein Auto, das vor dem Asylheim geparkt war.

Fotos: Tino Plunert