| 41.715

Dieses Mal in Dresden! Linksextreme Brandstifter schlagen wieder zu

Dresden-Neustadt: Nach Bautzen und Rodewisch brennt nun ein Wagen von Hentschke-Bau in Dresden

In der Nacht zum Mittwoch sind in der Dresdner Neustadt mehrere Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.

Dresden - Sie haben wieder zugeschlagen! Erst am Donnerstag hatten der Innenminister Sachsens und das LKA das Kopfgeld für die Ergreifung der Täter der Brandanschläge auf Hentschke-Bau in Bautzen und VSTR in Rodewisch erhöht, nun stand in der Nacht auf Freitag erneut ein Auto der Bau-Firma Hentschke in Flammen.

Blick in den Innenraum des komplett ausgebrannten Fahrzeugs der Baufirma Hentschke-Bau.

In der Holzhofgasse in der Dresdner Neustadt brannten mehrere geparkte Fahrzeuge, darunter auch ein Wagen von Hentschke-Bau.

Nach ersten Informationen vor Ort wurde die Feuerwehr gegen 1.45 Uhr über den Brand alarmiert. Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen ein Kastenwagen VW Caddy und ein PKW Seat in Flammen. Des Weiteren griff das Feuer auf einen BMW X1 über. Ein weiteres Auto der Marke VW Golf wurde durch die enorme Hitze beschädigt.

Nur durch das schnelle Handeln der Floriansjünger konnte ein Übergreifen des Feuers auf andere Fahrzeuge verhindert werden. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Wagen des Bauunternehmens vorsätzlich in Brand gesteckt.

Wieder ein ganz offenbar absichtlich gelegtes Feuer und wieder traf es die gleiche Firma. Bereits am 5. November brannte ein Bagger der gleichen Firma in Bautzen (TAG24 berichtete).

Auch auf dem Gelände einer Baufirma in Rodewisch (Vogtlandkreis) wurden zeitgleich Fahrzeuge angezündet. Beide Firmen sind am Bau des neuen Super-Gefängnisses in Zwickau beteiligt. Nach den Anschlägen auf beide Firmen tauchte ein Bekennerschreiben auf einem linken Szeneportal auf.

Nach dem Brand wurde vom Landeskriminalamt (LKA) in Höhe von 30.000 Euro jeweils für beide Anschläge eine Belohnung für das Schnappen der Täter ausgelobt. Insgesamt also 60.000 Euro. Bereits zuvor waren auf zwei vorhergehende Anschläge 50.000 Euro ausgelobt.

Nach dem Brand in der Dresdner Neustadt ermittelt nun das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des LKA Sachsen. Denn: Es wird ein linksextremistischer Hintergrund vermutet.

Autos in Dresdner Neustadt abgefackelt: Brandstiftung vermutet

Update, 12.12 Uhr: Nach dem Fahrzeugbrand in der Dresdner Neustadt hat die Polizei neue Details veröffentlicht. Demnach wurde das Auto der Bau-Firma Hentschke absichtlich in Brand gesetzt.

Bei dem Feuer wurden neben dem Kastenwagen auch weitere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. "Durch den Brand werden ein davorstehendes Fahrzeug sowie zwei dahinterstehende Pkw durch auslaufendes Benzin ebenfalls beschädigt", teilte die Polizei am heutigen Freitagmittag mit.

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Hinweise nimmt neben dem LKA Sachsen (0800 855 2055) auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Mehrere Fahrzeuge brannten aus, die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun.
Das Feuer auf der Holzhofgasse wurde wohl absichtlich gelegt.
Beamte der Kriminalpolizei untersuchen den ausgebrannten Wagen der Bau-Firma Hentschke.
Mit Atemschutzmaske und Handschuhen! Ein Ermittler sucht den Kastenwagen nach Spuren ab.

Fotos: Roland Halkasch, xcitepress/Christian Essler, Tino Plunert