Bis zu 100.000 Euro Strafe: Baden-Württemberg reagiert auf anhaltende Trockenheit

Von Magdalena Henkel

Stuttgart - Wegen anhaltender Trockenheit und sinkender Pegelstände haben mehrere Landkreise in Baden-Württemberg die Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und Seen verboten.

Auch Bauern im Südwesten bekommen die Trockenheit zu spüren.  © Bernd Weißbrod/dpa

Im Landkreis Biberach gilt das Verbot seit dem heutigen Freitag bis zunächst Ende Juni. Untersagt ist damit das Abpumpen von Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen, das bislang ohne besondere Genehmigung erlaubt war.

Das Landratsamt Biberach begründet den Schritt mit kritischen Pegelständen, von denen besonders kleine Bäche betroffen sind. Bei Verstößen drohen demnach Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.

Auch im Bodenseekreis gilt ab heute bis zunächst Ende Juni ein entsprechendes Verbot. Untersagt ist das Abpumpen von Wasser aus allen Gewässern: Bächen, Flüssen, Weihern und Seen. Das gilt sowohl für Privatleute als auch für Landwirte, die eigentlich eine Genehmigung zur Bewässerung haben.

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Erlaubt bleibt vorerst die Entnahme aus dem Bodensee selbst sowie aus dem Grundwasser im genehmigten Umfang und das Tränken von Vieh. Das Schöpfen per Hand sei zwar erlaubt - das Landratsamt bittet jedoch, darauf zu verzichten.

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Am Bodensee herrscht derzeit Niedrigwasser.  © Oliver Hanser/dpa

Im Landkreis Böblingen gilt ein solches Verbot bereits seit Jahren regelmäßig – dort ist die Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen vom 1. Juni bis Ende September untersagt. Die Behörden weisen darauf hin, dass das Verbot auch dann gilt, wenn an einzelnen Stellen scheinbar noch ausreichend Wasser vorhanden ist.

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