Erschreckende Zahlen: RKI meldet Höchststand an Hitzetoten in Baden-Württemberg

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Von David Nau

Stuttgart - In Baden-Württemberg sind in diesem Sommer bereits so viele Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben wie in den letzten zehn Jahren nicht. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es bis zum 19. Juli 1870 Hitzetote im Südwesten.

Der Rettungsdienst rückt an hitzigen Tagen zu zahlreichen Einsätzen aus. (Symbolfoto)
Der Rettungsdienst rückt an hitzigen Tagen zu zahlreichen Einsätzen aus. (Symbolfoto)  © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Dabei handelt es sich der Auswertung zufolge um einen Rekordwert für die vergangenen zehn Jahre. Ähnlich hohe Zahlen von Hitzetoten erfasste das RKI bislang nicht. Im ebenfalls sehr heißen und trockenen Jahr 2018 starben demnach bis zum gleichen Zeitpunkt 1260 Menschen an den Folgen von Hitze.

2022 lag der Wert bei 1150 Toten, im vergangenen Jahr bei 910. Besonders stark betroffen sind laut RKI ältere Menschen über 75 Jahren.

Mehr Hitzetote gab es der Auswertung zufolge in diesem Jahr bislang nur in Nordrhein-Westfalen. Dort weist das RKI 2270 Hitzetote aus. Mit Blick auf die Einwohnerzahlen starben im Südwesten aber mehr Menschen als in Nordrhein-Westfalen.

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Auf 100.000 Einwohner gerechnet, starben in Baden-Württemberg 16,6 Menschen an den Folgen von Hitze. Eine höhere Quote gibt es nur im Saarland (33,0), in Rheinland-Pfalz (29,8) und in Hessen (21,5).

RKI stellt statistische Berechnungen an

Das Thermometer klettert im Südwesten phasenweise auf über 34 Grad. (Symbolfoto)
Das Thermometer klettert im Südwesten phasenweise auf über 34 Grad. (Symbolfoto)  © Thomas Warnack/dpa

Bundesweit geht das RKI von bislang 9800 hitzebedingten Sterbefällen in diesem Jahr aus. Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung - etwa bei einem Hitzeschlag - den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es.

Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an.

Die Schätzung basiert unter anderem auf dem Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes.

Titelfoto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

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