"Feuerlöschen ist absolut das Coolste": Jugendfeuerwehren so beliebt wie nie
Von Stefanie Järkel
Mannheim - Jugendfeuerwehren in Deutschland haben so viele Mitglieder wie noch nie. Ilias aus Mannheim ist einer von ihnen. Was den 14-Jährigen am Feuerlöschen fasziniert - und was Experten zu dem Boom sagen.
Ilias Jakypbek trägt Handschuhe, blaue Uniform und einen orangen Schutzhelm. Gemeinsam mit seiner Mitstreiterin hält er den Wasserschlauch, 130 Liter spritzen pro Minute heraus.
Aus dem zweiten Stock des Holzgebäudes kommt Rauch aus der Nebelmaschine. Die Aufgabe: das Feuer löschen und einen Menschen retten.
Ilias Jakypbek ist Mitglied der Jugendfeuerwehr in Mannheim. "Feuerlöschen ist absolut das Coolste", sagt der 14-Jährige. "Also so einen Schlauch in der Hand zu halten, da kommt super viel Wasser raus. Das ist schon mega."
Kinder- und Jugendfeuerwehren in Deutschland erhalten seit Jahren enormen Zulauf - und haben so viele Mitglieder wie noch nie: 2025 waren es laut der Deutschen Jugendfeuerwehr 380.441 Kinder und Jugendliche, rund 42 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor.
Allein in den Jugendfeuerwehren in Baden-Württemberg haben sich laut Innenministerium im vergangenen Jahr 40.136 Kinder und Jugendliche engagiert, ebenfalls ein Rekord. Doch woher kommt der Trend?
Deutlichsten Zuwachs innerhalb der Jugendfeuerwehren verzeichneten Kindergruppen
Den deutlichsten Zuwachs innerhalb der Jugendfeuerwehren verzeichneten laut Bundesverband die Kindergruppen, bei denen sich die Mitgliederzahlen in fünf Jahren fast vervierfacht haben - auf 105.687. Die Kindergruppen fangen demnach teilweise schon ab sechs Jahren an, zur Jugendfeuerwehr geht es dann ab zehn bis zwölf Jahren.
Jakypbek ist seit dreieinhalb Jahren bei der Jugendfeuerwehr in Mannheim dabei. Er habe sich schon immer sehr für die Feuerwehr interessiert, erzählt der 14-Jährige auf der Wache zwischen Feuerwehrautos. "Die Geräte hier sind total cool, und das Feuerlöschen ist einfach was so Einzigartiges."
Die Begeisterung für die gemeinsame Sache zu teilen, sei großartig. "Von den anderen Leuten hier, von den Kindern, auch was gegenseitig zu lernen und sich so zu ergänzen - ich finde, das ist einfach supercool."
Titelfoto: Uwe Anspach/dpa
