Von Marcel Gnauck
Feldberg - Erhebliche Lawinengefahr gibt es nach den Schneefällen der vergangenen Tage auch im baden-württembergischen Schwarzwald.
Betroffen seien vor allem Gebiete rund um den Feldberg, wie der Landesleiter der Bergwacht im Schwarzwald, David Hierholzer, sagte. Demnach fielen in den vergangenen Tagen auf den festen Eisschnee rund 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee.
Besonders an den Nordhängen ab etwa 1300 Meter sei die Gefahr gestiegen. Das betreffe etwa das Zastler Loch, die Baldenweger Buck und den Nordhang des Herzogenhorns, so der Landesleiter der Bergwacht. Wer aber auf den ausgewiesenen Wegen unterwegs sei, habe nicht mit einer höheren Gefahr zu rechnen.
Die Bergwacht gibt selbst keine Lawinenwarnung heraus. Hierholzer meinte aber, dass er die Gefahr für den Schwarzwald ähnlich wie seine Schweizer Kollegen einschätze.
Der Lawinenwarndienst des kleinen Landes spricht von "erheblicher Gefahr" an der Grenze zu Deutschland. In den höheren Schweizer Alpen wird sogar von einer "großen" und "sehr großen Gefahr" gewarnt.
Skitourenläufer tödlich verunglückt
Im westlichsten Teil Österreichs herrscht oberhalb von 1800 Metern hohe Lawinengefahr. Der viele Neuschnee und der vom Wind angehäufte Triebschnee könnten in Vorarlberg und Teilen Tirols leicht als Lawinen abgehen, teilte der Wetterdienst mit.
Auch im Allgäu müssen Winterfreunde vorsichtig sein: Laut dem bayerischen Lawinenwarndienst herrscht dort eine erhebliche bis große Lawinengefahr. Unterhalb von 2000 Metern gilt Gefahrenstufe 3 (erheblich), oberhalb Gefahrenstufe 4 (groß) von insgesamt fünf Stufen.
Am Montag war ein Skitourenläufer in den Allgäuer Alpen tödlich verunglückt. Nach Angaben der Polizei habe der 46-Jährige vermutlich selbst die Lawine ausgelöst.