Lawinenunglück in den Allgäuer Alpen: Skitourengeher stirbt trotz Notruf

Von Sophia-Caroline Kosel

Bad Hindelang - Trotz Notruf und Bergwacht-Einsatz kam jede Hilfe zu spät: Ein Skitourengeher ist im Bereich der Nordflanke des Iseler in den Allgäuer Alpen tödlich verunglückt.

Mit einem Rettungshubschrauber wurde der 46-Jährige in ein Krankenhaus geflogen. Dort erlag er seinen Verletzungen. (Symbolbild)
Mit einem Rettungshubschrauber wurde der 46-Jährige in ein Krankenhaus geflogen. Dort erlag er seinen Verletzungen. (Symbolbild)  © Bernd Weißbrod/dpa

Der 46-Jährige, der allein unterwegs war, habe offenbar am Montagnachmittag selbst eine Lawine ausgelöst, teilte die Polizei mit. Dann habe er den Notruf gewählt.

Wegen der schlechten Witterungs- und Sichtverhältnisse war ein Hubschraubereinsatz zunächst nicht möglich, wie es hieß. Eine Fußmannschaft der Bergwacht Hindelang stieg zur Unfallstelle auf.

"Die angespannte Lawinensituation erschwerte den Zugang zum Verunfallten erheblich und verzögerte die Rettungsmaßnahmen", so die Polizei.

Auto und Kleinbus kollidieren auf Bundesstraße: Drei Schwerverletzte
Bayern Unfall Auto und Kleinbus kollidieren auf Bundesstraße: Drei Schwerverletzte

Der Mann wurde schließlich im steilen Schneefeld unterhalb der Nordwand des Iseler gefunden. Unter laufender Reanimation wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, wo er starb.

Der Lawinenabgang ereignete sich außerhalb des gesicherten Pistenbereichs, der zu keiner Zeit gefährdet war. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Lawinenlage wird eindringlich empfohlen, die Lawinenwarnberichte zu beachten, nur entsprechend ausgerüstet unterwegs zu sein und risikoreiches Steilgelände zu meiden", warnte die Polizei.

Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa

Mehr zum Thema Bayern Unfall: