Gemeinden pleite! So tief ist das Loch in den Kassen

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Von Oliver Schmale

Gütersloh/Stuttgart - Angesichts der Konjunkturflaute und steigender Ausgaben hat sich die Haushaltsnot der baden-württembergischen Städte, Gemeinden und Landkreise 2025 deutlich zugespitzt.

Die Gewerbesteuer brach in den vergangenen Jahren aufgrund der Wirtschaftsflaute zunehmend ein. (Symbolbild)
Die Gewerbesteuer brach in den vergangenen Jahren aufgrund der Wirtschaftsflaute zunehmend ein. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Mit einem Defizit von 4,4 Milliarden Euro verzeichneten sie den höchsten Fehlbetrag in ihrer Geschichte, wie aus dem aktuellen Kommunalen Finanzreport der Bertelsmann Stiftung hervorgeht.

Hauptgrund der Misere sind vor allem steigende Ausgaben im Bereich Personal und Soziales. "Zugleich machen sich die Folgen der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung bei den kommunalen Steuern bemerkbar."

Die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen ist die Gewerbesteuer. Sie brach aber in den vergangenen Jahren aufgrund der Wirtschaftsflaute zunehmend ein. Im Jahr 2025 fehlten über eine Milliarde Euro im Vergleich zu 2023.

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Die exportorientierte Wirtschaft des Landes sei von der Konjunkturschwäche besonders betroffen. "Regionen wie Bayern und Hessen zeigen sich bislang widerstandsfähiger."

Rücklagen sind aufgebraucht

Für die Gemeinden ist die Gewerbesteuer die größte Einnahme.
Für die Gemeinden ist die Gewerbesteuer die größte Einnahme.  © Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa

In der Vergangenheit hatten die Kommunen vor allem von ihren Rücklagen aus den finanziell guten Jahren gelebt.

Seitdem das nicht mehr geht, wird konsequent innerhalb der Verwaltung und bei Investitionen gekürzt. Innerhalb von drei Jahren stiegen die Schulden der Städte, Landkreise und Gemeinden der Untersuchung zufolge um 7 Milliarden Euro auf einen neuen Höchststand von mehr als 18 Milliarden Euro. 

Besorgniserregend sei vor allem die Entwicklung der Kassenkredite. Das sind kurzfristige Darlehen, die ausschließlich dazu dienen, vorübergehende Zahlungsengpässe auszugleichen.

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Traditionell kamen diese in Baden-Württemberg praktisch nicht vor. Jetzt nähern sie sich der Marke von zwei Milliarden Euro, wie aus dem Kommunalen Finanzreport weiter hervorgeht.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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