Großflächiger Stromausfall in Reutlingen: Ermittler gehen von Brandstiftung aus
Von Martin Oversohl, Julian Weber
Reutlingen - Nach einem Feuer in einem Umspannwerk in Reutlingen und einem daraus folgenden großflächigen Stromausfall hat sich der Verdacht auf Brandstiftung erhärtet.
Davon gehe man inzwischen vor dem Hintergrund der bisherigen vorläufigen Ermittlungsergebnisse aus, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit.
Ein oder mehrere bislang noch unbekannte Täter seien nach derzeitigem Stand auf das Gelände eingedrungen, um dort an mehreren Stellen Brände zu legen. Dabei soll Brandbeschleuniger verwendet worden sein, hieß es.
Die Ermittler bitten alle, die in der Nähe des Umspannwerks verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen haben, sich zu melden.
Der Brand im Umspannwerk Reutlingen-West war in der Nacht zum 8. Juni ausgebrochen. In der Folge war das Umspannwerk ausgefallen, auch eine weitere Anlage wurde in Mitleidenschaft gezogen. Zeitweise waren dadurch Zehntausende Menschen über Stunden ohne Strom, auch ein Krankenhaus sowie Industrie- und Gewerbekunden waren betroffen.
Der Gesamtschaden zur Reparatur des Umspannwerks dürfte sich früheren Angaben zufolge auf mehrere Millionen Euro summieren. Wer hinter der Attacke steht, ist unklar. Ein Bekennerschreiben hatte es nicht gegeben.
Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa
