Hitze, Gewitter und Matsch: So war das Southside-Festival im Südwesten

Von Aleksandra Bakmaz, Franziska Groll

Neuhausen ob Eck - Erst suchten Tausende Festivalbesucher Schatten vor der brütenden Hitze, wenig später Schutz vor Gewitter und Starkregen: Das Southside-Festival hat seinen Gästen in diesem Jahr wettertechnisch einiges abverlangt.

Festival-Fans feierten zum Auftritt der britischen Sängerin und Songwriterin N. Bedingfield.  © Silas Stein/dpa

Trotzdem feierten die Musikfans drei Tage lang zu Bands wie Billy Talent und The Offspring. Bis auf das Wetter sei alles ruhig verlaufen, sagte ein Sprecher. Schon zum Festivalstart kletterten die Temperaturen auf deutlich mehr als 30 Grad.

Die Veranstalter bereiteten sich mit zusätzlichen Trinkwasserstellen, Schattenplätzen und Hinweisen zum Hitzeschutz auf die hohen Temperaturen vor. Viele Besucher suchten Abkühlung unter Pavillons oder mit Wasserflaschen und Sprühduschen.

Am Freitagabend folgte dann die Kehrseite des Sommerwetters. Wegen eines heranziehenden Gewitters wurde das Festivalgelände für rund zwei Stunden geräumt. Die Besucher wurden aufgefordert, Schutz in ihren Fahrzeugen zu suchen und dabei auch anderen Menschen Platz anzubieten. Mehrere Konzerte fielen aus und wurden später auch nicht nachgeholt.

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Auch am Sonntag spielte das Wetter zeitweise nicht mit. Erneut warnten die Veranstalter vor Gewittern, Regen und Wind. Die Besucher mussten sich auf teils kräftige Regenschauer einstellen. Anders als am Freitagabend konnte das Programm am Sonntagnachmittag zunächst ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.

Kurz nach der Wetterwarnung gaben die Organisatoren bereits wieder Entwarnung. Gegen Abend gab es erneut eine Gewitterwarnung: Besucher sollten sich darauf vorbereiten, das Gelände verlassen und in den Fahrzeugen warten zu müssen, teilten die Veranstalter mit.

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Trotz der Hitze: Besucherinnen und Besucher des Southside-Festivals sangen beim Auftritt des Sängers Bosse kräftig mit.  © Silas Stein/dpa

Polizei mit erster positiver Bilanz

Mehrere Regenschauer und Gewitter sorgten in Neuhausen für nassen Untergrund.  © Silas Stein/dpa

Aus Sicht der Polizei verlief das Festival weitgehend friedlich. Größere Zwischenfälle oder besondere Sicherheitslagen habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben, sagte ein Sprecher in Neuhausen ob Eck. Bis Sonntagabend bilanzierte die Polizei nach eigenen Angaben 40 Straftaten und 13 Ordnungswidrigkeiten - ein Tiefstand im Vergleich zu den Vorjahren.

Demnach handelte es sich bei den Straftaten um Delikte wie Leistungserschleichungen, Hausfriedensbruch und Diebstahl. Bei den Ordnungswidrigkeiten ging es demnach vermehrt um die missbräuchliche Nutzung von Drohnen in der Flugverbotszone. 

Auch die An- und Abreise der Besucher verlief nach ersten Erkenntnissen überwiegend ohne größere Probleme. Polizei, Rettungsdienste und Veranstalter hatten sich wegen der Wetterlage auf zusätzliche Einsätze vorbereitet. 

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Das Southside zählt gemeinsam mit dem Hurricane-Festival im niedersächsischen Scheeßel zu den größten Rockfestivals Deutschlands. Das Datum für das nächste Jahr steht laut Veranstaltern schon fest: Es soll vom 18. bis zum 20. Juni 2027 stattfinden. Der Vorverkauf startet bereits am kommenden Dienstag.

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