Kurz vor Landtagswahl: Kopf-an-Kopf-Rennen immer wahrscheinlicher!

Stuttgart - Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg spitzt sich der Zweikampf um die Macht in der Villa Reitzenstein zu. Laut dem aktuellen ZDF-Politbarometer Extra liegt die CDU derzeit mit 27 Prozent hauchdünn vor den Grünen, die auf 25 Prozent kommen.

Manuel Hagel (37, CDU, l.) und Cem Özdemir (60, Grüne) kämpfen um das Amt des Ministerpräsidenten.
Manuel Hagel (37, CDU, l.) und Cem Özdemir (60, Grüne) kämpfen um das Amt des Ministerpräsidenten.  © Marijan Murat/dpa

Könnten die Bürger den Ministerpräsidenten direkt wählen, wäre das Ergebnis eindeutig: 47 Prozent der Befragten wünschen sich Cem Özdemir (60, Grüne) an der Landesspitze. Sein Herausforderer Manuel Hagel (37, CDU) kommt lediglich auf 25 Prozent. Abgeschlagen auf dem dritten Platz landet Markus Frohnmaier (34) von der AfD mit 8 Prozent.

Auch bei den Sympathiewerten liegt Özdemir (1,5 auf der Skala) vor Hagel (1,0). Frohnmaier liegt mit minus 2,6 weit im Negativbereich.

Rein rechnerisch würde es derzeit für eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition reichen, allerdings mit der CDU als stärkste Kraft. Die AfD liegt mit 19 Prozent deutlich über ihrem Ergebnis von 2021 (9,7 Prozent), während die FDP fast die Hälfte ihrer damaligen Wählerstimmen einzubüßen droht.

Wenn am kommenden Sonntag gewählt würde, ergäbe sich ein leichter Vorsprung der CDU vor den Grünen, wie die Projektion zeigt.
Wenn am kommenden Sonntag gewählt würde, ergäbe sich ein leichter Vorsprung der CDU vor den Grünen, wie die Projektion zeigt.  © ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Das beschäftigt die Menschen im Südwesten

Laut der Umfrage treibt die Menschen im Bundesland vor allem die wirtschaftliche Lage (31 Prozent) um. Hier genießt die CDU mit 36 Prozent das höchste Vertrauen.

Bei den Themen Klima und Energie (14 Prozent) sowie Bildung (14 Prozent) ist das Feld geteilt. Während die Grünen beim Klimaschutz (54 Prozent) dominieren, trauen die Wähler der CDU bei der Schulpolitik (30 Prozent) am meisten zu.

Trotz der klaren Tendenz bleibt es spannend: 32 Prozent der Wahlberechtigten gaben an, noch nicht sicher zu wissen, wen oder ob sie überhaupt wählen wollen. Angesichts der statistischen Fehlertoleranz von bis zu drei Prozentpunkten ist das Rennen um Platz eins also derzeit noch völlig offen.

Titelfoto: Bildmontage: Marijan Murat/dpa, ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

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