Von Michael Evers
Kehl - Bahnpendler zwischen Baden und dem Elsass können von Mai an auf komfortable neue Züge hoffen.
Nachdem nun auch die Zulassung für Deutschland vorliegt, sollen die neu beschafften französischen Züge ab Mai auf den Strecken Offenburg-Kehl-Straßburg und Müllheim-Neuenburg-Mulhouse fahren, teilte die französische Région Grand Est mit.
Dies seien die Grenzstrecken mit dem meisten Verkehr, auf denen die neuen Züge am dringendsten benötigt werden.
Die übrigen neuen "Regiolis"-Züge werden dann bis Dezember 2026 nach und nach auf den anderen Strecken zwischen Ostfrankreich sowie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland den Verkehr übernehmen, sagte der Vizepräsident der Région Grand Est, Thibaud Philipps.
Dabei handelt es sich um die Strecken Straßburg-Karlsruhe, Straßburg-Saarbrücken, Straßburg-Wissembourg-Neustadt/Weinstraße, Metz-Trier und Metz-Saarbrücken.
Besser getaktet über die Grenze
Ab Ende 2027 werden die Grenzstrecken alle in einem verbesserten festen Takt bedient. Dies hilft Menschen, die etwa für Arbeit oder Studium täglich ins Nachbarland pendeln.
Die für 388 Millionen Euro beschafften 30 neuen Züge sind in Frankreich, das die Kosten größtenteils trägt, bereits im Einsatz. Welches Bahnunternehmen diese Züge künftig fahren wird, wird im Moment noch in einer Ausschreibung bestimmt.
Die Züge des Herstellers Alstom funktionieren mit den unterschiedlichen Bahn-Stromnetzen der beiden Länder und verfügen auch über einen Dieselantrieb.