Asyl-Zahlen sinken: Herrmann sieht Entlastung für Kommunen

Von Christoph Trost

München - Angesichts sinkender Asylbewerberzahlen und steigender Abschiebe- und Ausreisezahlen sieht Innenminister Joachim Herrmann (69, CSU) inzwischen spürbare Entlastungen für Bayerns Kommunen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (69, CSU) zeigte sich angesichts der sinkenden Asylbewerberzahlen und steigenden Abschiebe- und Ausreisedaten zufrieden.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (69, CSU) zeigte sich angesichts der sinkenden Asylbewerberzahlen und steigenden Abschiebe- und Ausreisedaten zufrieden.  © Sven Hoppe/dpa

Zwar brauchte es zum Jahreswechsel immer noch rund 124.500 Unterkunftsplätze – das waren aber 13.500 weniger als ein Jahr zuvor.

Das sei eine Entlastung, die direkt vor Ort ankomme, sagte Herrmann bei der Vorstellung einer umfassenden Asyl-Bilanz der Staatsregierung.

Dabei zog er ein durchweg positives Fazit: "Die Asylwende ist in vollem Gange", sagte er. Die Asylzugangszahlen hätten sich halbiert und gingen weiter zurück.

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Diesen Trend sehe man besonders deutlich seit der weiteren Verstärkung der Grenzkontrollen durch die schwarz-rote Bundesregierung und dem Beginn von Zurückweisungen auch von Asylbewerbern an den deutschen Grenzen. Die Zeit der "naiven Migrationspolitik" sei vorbei.

2025 sind 13.865 Asylbewerber neu nach Bayern gekommen – das sind 57 Prozent weniger als im Vorjahr.

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Aber: Schon von 2023 auf 2024, also vor Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung, waren die Asyl-Zugangszahlen um 37 Prozent gesunken.

Die Zahl der sogenannten Rückführungen aus Bayern stieg im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 3649. Die Zahl der freiwilligen Ausreisen nahm um sieben Prozent auf 15.764 zu.

Insgesamt verzeichneten die Behörden damit bei den sogenannten Aufenthaltsbeendigungen ein Plus von 9 Prozent, von 17.767 im Jahr 2024 auf 19.413 im vergangenen Jahr.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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