Bär am Alpenrand? Das sagen die gesammelten Proben
Von Frederick Mersi
Reit im Winkl - Der Bären-Verdacht nach einer möglichen Sichtung am Alpenrand in Bayern hat sich nicht bestätigt.
Alles in Kürze
- Bären-Verdacht am Alpenrand in Bayern nicht bestätigt
- Haare an Baum bei Reit im Winkl genetisch untersucht
- Keine Anhaltspunkte für Bären-Anwesenheit gefunden
- Seit 2023 kein offiziell bestätigter Bär in Bayern
- 70 Hinweise auf Bären in Bayern bis Mai 2025 ungeklärt

Die an einem Baum bei Reit im Winkl (Landkreis Traunstein) gefundenen Haare seien vom Senckenberg Institut für Wildtiergenetik genetisch untersucht worden, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt in Augsburg auf Nachfrage mit. Die Qualität der Haarproben lasse "jedoch keine Artbewertung zu".
Es gebe damit keine Anhaltspunkte, die die Anwesenheit eines Bären bestätigen würden, teilte die Behörde mit.
Das Landratsamt Traunstein hatte die gesammelten Proben nach der möglichen Sichtung eines Tiers im Bereich der Winklmoosalm an der Grenze zu Österreich an das Landesamt in Augsburg geschickt.
Experten hatten vor Ort unter anderem eine Wetzstelle und Trittabdrücke gefunden. Diese Spuren allein seien aber keine eindeutigen Hinweise auf einen Bären gewesen, hatte das Landesamt für Umwelt nach der Meldung mitgeteilt. Bilder und Videos vom vermeintlichen Bären selbst gab es nicht.
Bär in Bayern: Seit 2023 kein Hinweis mehr offiziell bestätigt
Hinweise auf mögliche Bären in Bayern hatte es zuletzt immer wieder gegeben. Das Landesamt für Umwelt hatte nach dem letzten offiziell nachgewiesenen Braunbären im Hintersteiner Tal im Allgäu 2023 bis Mai 2025 nach eigenen Angaben rund 70 Hinweise auf ein solches Tier bekommen.
Bestätigt wurde demnach aber keiner der Fälle.
Titelfoto: Horst Ossinger/dpa