Die perfekte Hochzeit: Das ist Paaren besonders wichtig

Von Malin Wunderlich

München - Ein einprägsames Datum, das Traumambiente - oder vor allem gutes Wetter? Was ist Paaren wichtig für den Tag, an dem sie sich das Ja-Wort geben?

Damit der Hochzeitstag lange im Gedächtnis bleibt, setzen viele auf eine Schnapszahl beim Datum. (Symbolbild)
Damit der Hochzeitstag lange im Gedächtnis bleibt, setzen viele auf eine Schnapszahl beim Datum. (Symbolbild)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bayerische Standesämter verzeichnen für 2026 rege Terminanfragen für Hochzeiten an Tagen mit besonderen Daten. Teils schon ausgebucht sind der 06.02., 26.02., der 02.06., der 06.06. und der 26.06. - Schnapszahl-Daten also, wie jedes Jahr.

Sehr gefragt sind aber auch Freitage und Samstage im Frühling und Sommer. Die Standesämter in München, Augsburg, Regensburg und Passau berichten über viele Anfragen an diesen Tagen vor allem im Mai und Juni. In München werden allerdings freitagnachmittags 80 und samstags 100 Euro extra fällig.

Nicht überall kann man samstags heiraten. In Passau beispielsweise bietet das Standesamt dann keine Termine. Die Freitage im Mai seien aber seit Monaten ausgebucht.

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Kurzentschlossene müssen also im Zweifel unter der Woche heiraten, an einem Datum ohne nette Zahlenfolge. Dann sollte es kein Problem sein, noch einen Termin zu bekommen, auch ohne lange Vorlaufzeit.

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Für besondere Locations müssen Brautpaare extra zahlen. (Symbolbild)
Für besondere Locations müssen Brautpaare extra zahlen. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Wer keinen Termin an einem Schnapsdatum mehr bekommen hat, muss darüber vielleicht gar nicht so enttäuscht sein. Wissenschaftler der Universität Melbourne haben 2016 die Ehe- und Scheidungsregister in den Niederlanden über einen Zeitraum von 14 Jahren vergleichen. Sie fanden heraus, dass Ehen, die an einem speziellen Tag geschlossen wurden, ein deutlich höheres Scheidungsrisiko hatten.

Auch der Ort der Vermählung spielt eine Rolle. Für viele Paare findet die große Feier zwar außerhalb des Standesamts statt. Dennoch wünschen sich die einen oder anderen auch für den bürokratischen Akt etwas Besonderes - und sind bereit, dafür etwas mehr zu zahlen.

So gibt es in München etwa die Möglichkeit, prunkvoll in Schloss Nymphenburg zu heiraten. Dafür werden dann 650 Euro extra fällig. Beliebt ist auch der Sitzungssaal des Neuen Rathauses - mit 690 Euro noch etwas teurer als das Schloss. Weil es in diesen Locations nur begrenzte Termine gibt, werden diese laut Standesamt verlost.

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Auch in Augsburg besteht die Möglichkeit für etwas Extravaganz: Hochzeiten sind im Botanischen Garten für 230 Euro möglich oder im Sitzungssaal des ehemaligen Haunstetter Rathauses. Dafür muss man 150 Euro aufbringen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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