Oberstsdorf - Traurige Gewissheit nach einer groß angelegten Suchaktion im Allgäu. Ein 39-jähriger Hütten-Mitarbeiter aus Sachsen kehrte von einer Tagestour bei Oberstdorf nicht mehr zurück. Einsatzkräfte fanden den Mann am Sonntag nur noch tot in den Bergen.
Der Sachse war am Samstag von seiner Arbeitsstätte zu einer anspruchsvollen Wanderung über den 2 600 Meter hohen Biberkopf (Allgäuer Alpen) aufgebrochen.
Als er bis zum späten Abend vermisst wurde, schlug der Hüttenwirt Alarm. Nach einer nächtlichen Suche per Hubschrauber wurde die Leiche des Mannes schließlich in steilem, felsigem Gelände an der Nordseite des Berges entdeckt.
Ein Polizeisprecher: "Wir gehen davon aus, dass der Mann dort durch steiles felsiges Gelände abstürzte und starb."
Dass die Route extrem tückisch ist, beweisen Warnungen von Experten. Das Bergsportmagazin Gipfelfieber betont: "Die Wanderung auf den Biberkopf ist eine anspruchsvolle, hochalpine Bergtour und gilt als gefährlich. Sie erfordert absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung."
Bei der Arbeitsstätte des Verunglückten soll es sich um die "Mindelheimer Hütte" handeln. Die Schutzhütte des deutschen Alpenvereins liegt auf über 2 000 Metern Höhe im hochalpinen Gebiet nahe Oberstdorf, ist nur zu Fuß erreichbar und wird in den Sommermonaten professionell wie ein Hotel betrieben.
Die Gäste können hier schlafen und werden vom Team des Hüttenwirts verpflegt.
Erstmeldung 13.59 Uhr, zuletzt aktualisiert: 15.59 Uhr