Job nicht gerade attraktiv: In Bayern sind 45 Schulen ohne feste Leitung

Von Michael Donhauser

München - An Bayerns staatlichen Schulen sind derzeit 45 Positionen von Schulleitungen nicht besetzt. Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der Landtags-Grünen hervor.

In den nächsten Jahren werden 600 Schulleiter in den Ruhestand gehen. Werden diese Posten alle wieder besetzt?  © 123rf/papatonic

Besonders betroffen seien Grund-, Mittel- und Förderschulen, weniger Gymnasien und Realschulen. Berufsschulen sind in der Statistik nicht erfasst.

Derzeit gibt es in Bayern 3800 staatliche Schulen, die nicht Berufsschulen sind.

Die Grünen befürchten das Fortschreiten einer negativen Entwicklung. In den kommenden Jahren gingen 600 Schulleiterinnen und Schulleiter in den Ruhestand.

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"Schulen ohne Leitung laufen im Dauer-Notbetrieb – das können wir für unsere Kinder nicht ernsthaft wollen", sagte der Landtagsabgeordnete Christian Zwanziger, Mitglied im Bildungsausschuss. 

In der Vergangenheit hatten mehrere Studien unter anderem der Lehrergewerkschaft GEW zutage gefördert, dass Schulleitungen einer vergleichsweise hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt sind. 

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Jobsharing- und Teilzeitmodelle als mögliche Abhilfe?

Parkplatz vor der Tür? Klingt nicht schlecht, reicht aber wohl nicht aus, um potenzielle Schulleiter zu überzeugen.  © Marius Becker/dpa

Die Leitung etwa einer mittelgroßen Grundschule in Bayern wird in der Regel in der Besoldungsgruppe A14 bezahlt.

Lehrkräfte ohne Leitungsaufgaben erhalten oft eine Besoldung in der Gruppe A13. Der finanzielle Anreiz für den Mehraufwand erscheint vielen als zu gering.

Zwanziger forderte unter anderem die Einführung von Jobsharing- und Teilzeitmodellen auch für Schulleitungen.

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Außerdem sollten auch an Grund- und Mittelschulen erweiterte Schulleitungen eingeführt werden können, um den Arbeitsaufwand auf mehrere Schultern verteilen zu können.

Dies ist bisher nur an Gymnasien und Realschulen möglich. 

"Wir brauchen wirksame Maßnahmen, um talentierte Führungskräfte zu gewinnen und zu halten", betonte er. Dies gelte besonders für die Gewinnung von Frauen für Führungsaufgaben.

Frauen seien derzeit in Leitungspositionen an Schulen unterrepräsentiert, obwohl sie in den Lehrerkollegien die Mehrheit stellen.

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